Presseinformation

Nr. 278 Steinfurt, 28. Juli 2011


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Gesundheitsamt warnt vor Masern in Urlaubsregionen
Zwei Urlauber aus dem Kreis Steinfurt betroffen

Kreis Steinfurt. Das Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt warnt vor Ansteckungen mit Masern im Sommerurlaub. Nach Angaben des europäischen Zentrums für Krankheitsverhütung und Kontrolle gab es in den ersten fünf Monaten dieses Jahres europaweit mehr als 21.000 Erkrankungen – Tendenz: steigend! Betroffen sind vor allem Spanien, Frankreich, Italien und Rumänien. In Deutschland gab es bis Ende Mai 1.193 Fälle.

Im Kreis Steinfurt sind in diesem Jahr bisher vier Menschen an Masern erkrankt. Davon haben sich zwei kürzlich in Frankreich oder Spanien bei einer Gruppenreise angesteckt. „Die Masern sind sehr leicht übertragbar. Schon bevor ich die ersten Krankheitsanzeichen bemerke, kann ich andere angesteckt haben“, sagt Dr. Detlef Schmeer, der Leiter des Kreis-Gesundheitsamtes. In Ferienlagern, bei Gruppenreisen, Gruppenveranstaltungen und Discobesuchen kann sich das Virus besonders schnell und weit verbreiten. Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne Impfschutz. In dieser Altersgruppe kommt es häufiger zu Erkrankungen.

„Kommt es nach der Rückkehr aus dem Urlaub, zu hohem Fieber, Schnupfen, Husten, roten Augen und Entzündungen im Hals- und Rachenraum, liegt eine Ansteckung mit Masern nahe“, nennt Schmeer die Anzeichen für eine Erkrankung. Der auffällige Hautausschlag tritt erst einige Tage später auf.

„Wer in den Sommerferien in Gebiete fährt, in denen das Masernvirus grassiert, sollte auf jeden Fall geschützt sein", rät Dr. Detlef Schmeer. Um einer Ansteckung vorzubeugen, empfiehlt der Mediziner zur Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR). Ob der Schutz schon besteht, kann jeder selbst in seinem Impfpass nachsehen. „Wichtig ist, dass zwei Einträge wie zum Beispiel Masern, MMR, Pluserix oder Priorix vorhanden sind“, sagt Dr. Detlef Schmeer. Haus-, Jugend- oder Kinderarzt können fehlende Impfungen ergänzen.