Die Landeshauptstadt Magdeburg hat heute den Zuwendungsbescheid für die Sanierung der Berufsbildenden Schulen „Eike von Repgow“ erhalten. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper nahm am Mittag von Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh den Bewilligungsbescheid über 2,24 Mio. Euro entgegen. In die umfassende Sanierung des Altbaus der Bildungseinrichtung in der Albert-Vater-Straße werden insgesamt 2,67 Mio. Euro investiert.
"Die Sanierung dieses Schulstandortes wird von der Europäischen Union und dem Land Sachsen-Anhalt mit einer maßgeblichen Summe unterstützt", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides. durch den Kultusminister. "Nach den Baumaßnahmen stehen hier Schülern und Lehrern optimale Unterrichtsbedingungen zur Verfügung. Damit leisten EU, Land und Landeshauptstadt einen wesentlichen Beitrag zur beruflichen Ausbildung und Entwicklung junger Menschen in Magdeburg.“
„Zu einer guten Schule gehören nicht nur guter Unterricht und ein gutes Schulklima, sondern auch ein ansehnliches und funktionales Gebäude nebst Außenanlagen“, sagte Kultusminister Stephan Dorgerloh. „Mit der Sanierung werden sich die Lehr- und Lernbedingungen an dieser Schule weiter verbessern.“ Zugleich betonte der Minister: „Die Schule soll nicht nur von außen schön sein. Sie muss auch von innen heraus strahlen." Damit nahm der Minister Bezug darauf, dass die Gewährung der Schulbaumittel an die Vorlage besonderer pädagogischer Konzepte der Schulen gebunden war.
Zu den geplanten Baumaßnahmen gehören unter anderem die Sanierung der Gebäudefassade mit einem Wärmedämmverbundsystem, der Einbau neuer Fenster, die Sanierung von Unterrichtsräumen, der Einbau von Unterhangdecken und die Erneuerung der sanitären Anlagen, der Glasfassade für das Treppenhaus, der Heizungs- und Sanitärleitungen sowie der Elektroanlage und des Datennetzes.
Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben betragen rund 2,67 Mio. Euro. Mit etwa 2,24 Mio. Euro stammt der größte Teil der Summe aus der Schulbauförderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union. Die rund ein Jahr andauernde Sanierung des Schulstandortes beginnt voraussichtlich im Januar 2012. Derzeit wird die Genehmigungs- und Ausführungsplanung erstellt.
Die Berufsbildende Schule „Eike von Repgow“ vereint die Schulformen Berufsschule, Berufsfachschule, Fachschule, Fachoberschule und Fachgymnasium. Die Geschichte der Bildungseinrichtung geht bis in das Jahr 1778 zurück, als die damalige Magdeburger Handlungsschule gegründet wurde. Kaufleute hatten bereits im 18. Jahrhundert die Notwendigkeit der theoretischen Ausbildung ihres Berufsnachwuchses erkannt.
Heute werden hier rund 2.500 Schülerinnen und Schüler in 120 Klassen unterrichtet. Für die Ausbildung sorgen 85 Lehrerinnen und Lehrer. Ausbildungsschwerpunkte sind dabei Berufe in Wirtschaft und Verwaltung.
Nach der Sanierung des Altbaugebäudes wird die bisherige BbS-Außenstelle im Lorenzweg aufgegeben, weil ab 2013 alle Schüler am modernen Standort in der Albert-Vater-Straße unterrichtet werden können.