Hofgeismar. Gute Stimmung herrscht in der Bücherei der Gustav-Heinemann-Schule in Hofgeismar, als 17 neue Fahrzeugbegleiter von Schulleiter Klaus Besser und Landrat Uwe Schmidt ihre Ausweise erhalten. „Das Engagement der Fahrzeugbegleiter ist beispielhaft und trägt sicherlich dazu bei, dass die Fahrt von und zur Schule für alle stressfreier wird“, lobt Landrat Schmidt in seiner kurzen Ansprache den Einsatz der Schüler. Das Fahrzeugbegleiter-Projekt solle Gewalt und Vandalismus im Vorfeld verhindern, statt im nachhinein Schäden zu beheben. Deshalb unterstütze der Kreis die Ausbildung von Fahrzeugbegleitern an den Schulen im Kreis auch finanziell. Die pro Lehrgang entstehenden Kosten von rund 4.000 Euro übernimmt der Landkreis – die Organisation der Ausbildung übernimmt das jeweilige für die Schule zuständige Verkehrsunternehmen. In Hofgeismar ist dies der Regionalverkehr Kurhessen (RKH). Schmidt: „Wir werden auch in Zukunft die Finanzierung der Ausbildung der Fahrzeugbegleiter sicherstellen“.
„Ich bin froh, dass wir Fahrzeugbegleiter an der Schule haben, da sich ihre Anwesenheit positiv in den Bussen bemerkbar machen wird“, ergänzt Schulleiter Besser. Besser weist auf die gute und abwechslungsreiche Ausbildung hin, die den teilnehmenden Schülern auch über die reine Ausbildung zum Fahrzeugbegleiter „viel gebracht“ habe. Dass es an der Schule Fahrzeugbegleiter gibt, sei der Schulsozialarbeiterin Gudrun Dopatka zu verdanken, die sich für dieses Thema einsetzt und die Ausbildung mitbetreut, so Besser.
„Das Bild, dass heute oft von Jugendlichen gezeichnet wird, ist falsch – ihr seid das beste Gegenbeispiel“, betont Michael Grieneisen, Jugendkoordinator des Polizeipräsidiums Nordhessen. Die Fahrbegleiter engagierten sich in der Gewaltprävention. Grieneisen: „Wer wegschaut, mache sich mitschuldig – aber ihr schaut hin!“
Der Übergabe der Zertifikate über die erfolgreich absolvierte Ausbildung war ein Lehrgang vorausgegangen, in dem die Schüler von Trainern der RKH intensiv geschult wurden. „Der Lehrgang schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Schüler für ihre neue Aufgabe als Fahrzeugbegleiter fit gemacht werden“ erläuterte Axel Schaffer von der RKH. Während des Lehrgangs wurden die neuen Fahrzeugbegleiter in Deeskalation und Konfliktbewältigung geschult. Außerdem wurden den Acht- und Neuntklässlern Strategien zum neutralen Verhalten sowie Kommunikationstechniken und Körpersprache näher gebracht. Schaffer: „Der Lehrgang hat uns und den Teilnehmern richtig Spaß gemacht“.
Ausgebildete Fahrzeugbegleiter gibt es an allen Gesamtschulen im Landkreis Kassel.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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