Calden.
Es war ein lang gehegter Wunsch des Heimat- und Geschichtsvereins Calden und jetzt ist es ein Kulturprojekt der Gemeinde – die Kulturwege Calden. „Das ist eine gute Ergänzung zu den Ecopfaden und ein tolles Projekt zur Identitätsstiftung in den Caldener Ortsteilen“, ist Landrat Uwe Schmidt vom Konzept der Kulturwege überzeugt.
Die Kulturwege sind themenbezogene Wege durch die Caldener Ortsteile, die man entweder zu Fuß oder mit dem Rad, aber auch mit dem ÖPNV erleben kann. „Wir wollen damit für uns einzelne die Ortsteile und die Landschaft prägende Themen vorstellen, aber auch über Calden hinaus auf Geschichte und Geschichten unserer Gemeinde hinweisen“, erläutert Edeltraud Mazurkewitz, Vorsitzende des Kultur- und Geschichtsvereins Calden e.V.
Beispiele für Kulturweg-Themen sind die Wassernutzung in Calden, die Architektur der Ortsteile und die Kunst im öffentlichen Raum. „Uns geht es darum, die verschiedenen Themen mit Informationstafeln und auch einer eigenen Internetseite stärker in der gemeindlichen Öffentlichkeit zu verankern“, ergänzt Axel Träger, Vorsitzender des Arbeitskreises Geschichte und Dorfentwicklung Ehrsten e.V. Klaus-Dieter Wiedemann, der bereits seit längerem touristische Führungen zur Lokal- und Regionalgeschichte anbiete, wird bei der Vermarktung der Kulturwege eine zentrale Rolle spielen. „Da alle sechs Caldener Ortsteile mitmachen, stehen wir auch voll hinter dem Projekt“, betont der Caldener Bürgermeister Andreas Dinges.
„Uns und das Regionalforum KulturLandschaft HessenSpitze hat das Konzept überzeugt und deshalb wird die Errichtung der Kulturwege mit 13.850 Euro aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Hessen unterstützt“, berichtet Landrat Schmidt. Die restlichen rund 11.716 Euro der Gesamtkosten von 25.566 Euro steuert die Gemeinde Calden bei.
Für die Kulturwege wird die vorhandene Wegeinfrastruktur mitgenutzt. „Sowohl der Märchenlandweg wie der Ecopfad und sogar die Deutsche Fachwerkstraße sind einbezogen“, so Marzukewitz. An vielen Stellen erschließen die Kulturwege allerdings neue und zum Teil auch noch unbekannte Themen der Caldener Ortsgeschichte. Marzurkewitz: „Wir betrachten das Ganze als Prozess – alle Caldener Vereine sind eingeladen sich an der Erarbeitung der einzelnen Wege zu beteiligen“. Wichtig sei die zentrale Vermarktung. „Mit dem Angebot von Gästeführer Klaus-Dieter Wiedemann ist hier eine sehr gute Voraussetzung auch über Calden hinaus Interessierte für Lokalhistorie zu interessieren“, ist sich Landrat Schmidt abschließend sicher.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten: