Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 27. September 2011

Dankeschön für Lebensretter

OB empfing Knochenmarkspender im Rathaus

Ottostadt Magdeburg.

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute im Alten Rathaus Knochenmarkspender empfangen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Marcell Heim, Institutsdirektor des Instituts für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie des Universitätsklinikums Otto-von-Guericke dankte er den Frauen und Männern, die durch die Spende von Stammzellen anderen Menschen das Leben gerettet haben.

 

„Seit 15 Jahren gibt es den Verein „Aktion Knochenmarkspende
Sachen-Anhalt e.V.“ inzwischen – das ist eine gute Gelegenheit, den  bisherigen Stammzellspendern mit diesem Empfang ganz besonders zu danken“, so OB Dr. Lutz Trümper in seiner Begrüßung. „Mit Ihrer Typisierung und der Bereitschaft, Stammzellen zu spenden, haben Sie schwerkranken Menschen die Chance auf ein neues Leben geschenkt.“ 

 

Hintergrund

Im Februar 1996 gründeten Mitarbeiter des Instituts für Transfusionsmedizin,
unter Vorsitz des Institutsdirektors Prof. Dr. Heim, den Verein „Aktion Knochenmarkspende Sachsen-Anhalt e.V.“. Der Verein unterstützt die am Universitätsklinikum Magdeburg tätige Stammzell-Datei von sachsen-anhaltischen Spendern von Stammzellen aus Knochenmark und Blut durch:

  • Anwerbung und Aufklärung von Spendern
  • Betreuung und Vermittlung der Spender
  • Veranlassung und Vermittlung von Spenderuntersuchungen
  • Einwerbung von Spendengeldern.

 

Bei der weltweit größten Knochenmarkspendersuchaktion am 17. Dezember 1995 wurde an einem Tag  21.000 Menschen in Sachsen-Anhalt Blut abgenommen, getestet und als mög­liche Knochenmarkspender registriert – davon ca. 3.000  in Magdeburg. Dieser einmalige Aufbau einer Knochenmarkspender-Datei in Sachsen-Anhalt wurde aufgrund des Hilferufs der Eltern von Nico Siedeck und unter Mitwirkung von mehr als 1.000 freiwilligen Helfern durchgeführt. Leider kam diese Aktion für das an Leukämie erkrankte Kind Nico zu spät.

 

Da jährlich ca. 4.000 Erwachsene und Kinder an Leukämie erkranken und für viele dieser Patienten die Knochenmarktransplantation die einzige Möglichkeit zur Heilung darstellt, wurden jedoch durch diese Datei der UNI Magdeburg die Chancen für viele andere an Leukämie erkrankte Menschen deutlich verbessert.

 

Über Datenleitungen ist die Datei - wie auch alle anderen 34 Dateien in Deutschland - mit dem Zentralen Knochenmarkspende-Register Deutschlands (ZKRD) in Ulm vernetzt, so dass auch die Spender aus Sachsen-Anhalt weltweit für die Leukämiepatienten zur lebensrettenden Knochenmarkspende rasch vermittelt werden können. So haben bis heute allein von den 3.000 im Dez. 1995 registrierten Magdeburgern 15 Stammzellen gespendet.

 

Im Laufe der letzten 15 Jahre wurden insgesamt 7.000 Magdeburger als Spender typisiert und von diesen haben insgesamt 50 bereits Stammzellen gespendet. Diese Stammzellspenden gehen in die ganze Welt!




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