Kreis Kassel.
„Der Hessencampus Hofgeismar ist der krönende Abschluss unseres großen Schulsanierungsprogramms“, freut sich Landrat Uwe Schmidt bei der Übergabe der sanierten und erweiterten Albert-Schweitzer-Schule und Herwig-Blankertz-Schule in Hofgeismar. Beide Schulen seien jetzt für die pädagogischen Anforderungen der nächsten 30 Jahre baulich gewappnet. Schmidt: „Neubau und Sanierung sind in jeder Hinsicht gelungen“.
Mit der Fertigstellung des Hessencampus Hofgeismar schließt sich auch der Kreis des 2005 im Kreistag beschlossenen und 2006 begonnenen Schulsanierungsprogramms in Öffentlich-Privater-Partnerschaft (ÖPP). „Wir haben damals Neuland betreten und es gab auch Kritiker, die nicht von den Vorteilen dieser Vorgehensweise überzeugt waren“, erinnert der Landrat an den Start des umfangreichen Sanierungsprogramms. Zum Abschluss der letzten Baumaßnahmen lasse sich jedoch feststellen, dass das Projekt ein „voller Erfolg ist“.
„Wo gibt es denn heute noch Baumaßnahmen der öffentlichen Hand an 18 Schulen, bei denen die avisierten Gesamtkosten nicht nur eingehalten, sondern auch zum Teil unterschritten wurden“, fragt Schmidt. Auch die von einigen befürchteten Probleme für die beteiligten Handwerksbetriebe seien nicht eingetreten. „Ganz im Gegenteil: Alle beteiligten Firmen haben uns übermittelt, dass sie mit der Abwicklung der Baumaßnahmen sehr zufrieden waren“, betont der Landrat.
Da bei allen Schulstandorten regelmäßig weit mehr als die vertraglich vereinbarten 70 Prozent der Aufträge in der Region Nordhessen geblieben sind, habe der Landkreis zusammen mit seinem privaten Partner OFB ein außergewöhnliches Konjunkturprogramm aufgelegt. „Die späteren Konjunkturprogramme von Bund und Land haben unsere Vorlage genutzt – es wäre nicht schlecht, wenn sich beide häufiger ein Beispiel am Landkreis Kassel nehmen würden“, schmunzelt Schmidt.
Ein umfangreiches Investitionsprogramm habe auch Auswirkungen auf den Kreishaushalt. Schmidt: „Ich will das nicht verschweigen: Wir werden in den nächsten Jahren jedes Jahr etwas mehr als 15 Millionen Euro für die Finanzierung des Sanierungsprogramms aufwenden müssen“. Allerdings fließe dieses Geld nicht in einen anonymen Fond, sondern in drei Projektgesellschaften, bei denen der Landkreis entweder bereits Mehrheitsgesellschafter ist oder es bald werde.
Das „Kasseler-Modell“ sei in der bundesweiten Fachöffentlichkeit mit großem Interesse betrachtet worden und „ich bin sicher, dass wir auch hier Nachahmer finden werden“, so Schmidt weiter.
Der Hessencampus Hofgeismar zeige, dass der Landkreis Kassel seine bildungspolitische Verantwortung für die ländlichen Regionen ernst nimmt. „In den letzten fünf Jahren sind rund 55 Millionen Euro in Schulen und Sporthallen in der Stadt Hofgeismar geflossen – allein 32 Millionen in den Hessencampus“, rechnet der Landrat vor. Hofgeismar sei daher die Stadt, die am meisten von den Bildungsinvestitionen im Landkreis Kassel profitiert. Schmidt: „Das Geld ist gut angelegt, da wir den ländlichen Raum nicht durch Sonntagsreden, sondern nur durch intelligenten Mitteleinsatz in die Zukunftsfelder wie Bildung, Erneuerbare Energien und nachhaltigen Tourismus stärken können“.
Vom Hessencampus Hofgeismar gehe daher – über die baulichen Erneuerungen hinaus – das Signal aus, dass es man gerade außerhalb von Großstädten moderne Bildungseinrichtungen vorfindet, die auf hohem Niveau „die wertvollste Ressource unserer Wissensgesellschaft“ vermitteln. Jeder Euro für Bildung sei daher auch eine Investition in die zukünftige Wirtschaftskraft und die Lebensqualität in der Nordspitze Hessens.
Abschließend bedankt sich Landrat Schmidt bei allen, die am Bau des Hessencampus beteiligt waren: „Wir haben hier wieder mit dem bewährten Team des Architekturbüros RSE zusammengearbeitet, die beteiligten Firmen haben gute Arbeit abgeliefert, der Fachbereich Schulen und Bauwesen des Landkreises hat die gesamte Baumaßnahme umfassend unterstützt und die beiden Schulgemeinden haben die Herausforderungen einer so umfangreichen und komplexen Baumaßnahme mit Geduld und Kreativität gemeistert“.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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