Mehrere überarbeitete Gutachten, die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee erstellt wurden, können bis 28. Oktober im Tiefbauamt eingesehen werden. Dazu gehören die Verkehrsuntersuchung, die Luftschadstoffuntersuchung und das schalltechnische Gutachten. Die aktualisierten Fassungen berücksichtigen den Zeitraum bis zum Jahr 2025.
Das Tiefbauamt als Vorhabenträger war von der Planfeststellungsbehörde aufgefordert worden, eine Verkehrsuntersuchung bis 2025 vorzunehmen. Die ursprüngliche Untersuchung beinhaltete Prognosen bis 2015. Auf Basis der aktualisierten Verkehrsprognose wurden auch das Luftschadstoffgutachten und die schalltechnischen Untersuchungen überarbeitet und aktualisiert.
Im Ergebnis der aktuellen Gutachten gibt es keine wesentlichen Änderungen zum bisherigen Vorhaben, das sich in der Planfeststellung befindet, da der motorisierte Individualverkehr bis 2025 nach dem neuen Verkehrsgutachten leicht rückläufig ist und sich damit auch Immissionswerte perspektivisch verbessern.
Das aktualisierte Luftschadstoffgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Stickstoffdioxid-Immissionen deutlich abnehmen und der Grenzwert von 40 μg/m3 im Jahresmittel an der Ernst-Reuter-Allee nicht mehr überschritten wird. Auch die erhöhten Emissionen an den Tunnelausfahrten – besonders an der Tunnelausfahrt Südost im Bereich der Einkaufszentrums City Carré – führen den Prognosen zufolge nicht zu Grenzwertüberschreitungen. Die Feinstaub-Immissionen oberhalb des geplanten Tunnels im Bereich der Fußgänger und Radfahrer liegen laut Gutachten ebenfalls unter den Immissionsgrenzwerten.
Die überarbeiteten Untersuchungen und Gutachten können bis zum 28. Oktober im Tiefbauamt, An der Steinkuhle 6, eingesehen werden. Die Öffnungszeiten sind montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr sowie dienstags zusätzlich von 14.00 bis 17.30 Uhr. Um eine telefonische Voranmeldung unter der Rufnummer 03 91/5 40 52 78 wird gebeten.