Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 18. November 2011

Aktionstag zum Thema Kinderrechte in Magdeburg

Schüler stellen ihre Projekte unter dem Motto „Ich hab’ immer Rechte“ vor

Ottostadt Magdeburg.

Magdeburger Grundschüler haben heute im Alten Rathaus ihren Meinungen und Ideen zum Thema Kinderrechte auf kreative Weise Ausdruck verliehen. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper begrüßte als Schirmherr der Veranstaltung die Kinder im Alten Rathaus und ließ sich anschließend alle Projekte genau erklären.

 

Anlass waren bundesweite Aktionstage zum Thema Kinderrechte rund um den 20. November, zu denen UNICEF Deutschland und das Auswärtige Amt an den Schulen aufgerufen hatten. Gemeinsam haben daraufhin die UNICEF Arbeitsgruppe Magdeburg und die Magdeburger Kinderbeauftragte Katrin Thäger den „Tag der Kinderrechte“ für die Landeshauptstadt vorbereitet. Der Aktionstag sollte Kindern und Jugendlichen dabei helfen, ihre Meinungen zum Thema Kinderrechte zu formulieren und zu vertreten.

 

Teilgenommen haben die Grundschule am Westring, die Evangelische Grundschule und die Grundschule Salbke. Alle Schulen hatten sich schon im Vorfeld intensiv mit dem Thema Kinderrechte beschäftigt und präsentierten nun ihre eindrucksvollen Projektideen. So sammelten die Kinder der Grundschule am Westring während eines Projekttages über 350 Euro für ostafrikanische Kinder und verfassten ein Buch, in dem jedes einzelne Kinderrecht altersgemäß dargestellt wird. An der Evangelischen Grundschule hat sogar ein Kinderparlament die Arbeit aufgenommen. Die Mädchen und Jungen machten mit einem selbstgestalteten Poster auf die Umsetzung von Kinderrechten in Tansania aufmerksam. Der Schülerrat und eine vierte Klasse der Grundschule Salbke hatten gemeinsam ein Freundschaftsband für den Aktionstag angefertigt. Die Schüler aus dem Hort "Am Glacis", der sich in Trägerschaft des Internationalen Bundes befindet, konnten nicht teilnehmen, schickten aber ein buntes Transparent mit ihren Wünschen und einzelnen Kinderrechten.

 

Im Alten Rathaus tauschten sich die Kinder über ihre Ideen aus. Zusätzlich gab es für sie eine spannende Ausstellung zu entdecken, in der die einzelnen Kinderrechte vorgestellt wurden. Während eines Workshops wurde außerdem gemeinsam über das Problem der Kinderarbeit gesprochen, das immer noch in vielen Teilen der Welt verbreitet ist. Zum Abschluss des Aktionstages diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit dem Bundestagsabgeordneten Burkhard Lischka über das Thema Kinderrechte und übergaben ihm selbstgebastelte Kinderrechtsschiffe. Die Papierschiffchen sind mit Kinderrechten beschriftet und sollen die Politiker im Bundestag daran erinnern, wie wichtig die Kinderrechte sind und dass sie überall auf der Welt noch zu oft missachtet werden.


Hintergrund:

Jedes Kind hat Rechte - immer und überall. Das garantiert die UN-Kinderrechtskonvention seit dem 20. November 1989. Doch damit die Kinderrechte in Deutschland bekannter werden, müssen Kinder und Erwachsene informiert und sensibilisiert werden.

 

Fehlende Chancengleichheit, Gewalt gegen Kinder, kommerzielle sexuelle Ausbeutung oder ein hohes Armutsrisiko sind Themen, die Kinder auch in Deutschland betreffen. Doch viele Missstände bleiben unausgesprochen und geraten damit aus dem Gesichtsfeld der Verantwortlichen. Gerade für Politiker stellt sich deshalb die Frage, was Kinder eigentlich bewegt und wo sie in Bezug auf ihre Rechte Handlungsbedarf sehen. Das können die Kinder selbst am besten beantworten. Für UNICEF ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen darum ein elementarer Bestandteil seiner weltweiten Programmarbeit. Das zunehmende Bewusstsein für die Rechte des Kindes hat die Lage für Kinder in vielen Teilen der Erde bereits deutlich verbessert. Dennoch muss die Durchsetzung der Kinderrechtskonvention in allen Teilen der Welt noch deutlich verstärkt werden.

 

UNICEF hat eine Sonderseite zum Aktionstag „Ich hab immer Rechte“ eingerichtet, auf der weitere Informationen zum Thema zu finden sind: www.unicef.de/aktionen/kinderrechte




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