Landkreis Leer | Presseinformation

„Geliebtes Leben“ zum Weltaidstag

Prävention: 450 Schüler besuchen am 1. Dezember Kino in Leer

28. November 2011.

Anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember zeigen das Gesundheitsamt Leer und die profamilia in Kooperation mit dem Kinocenter Leer den Film: „Geliebtes Leben – Life above all“. 450 Jugendliche aus den Leeraner Schulen haben sich für den Präventionstag angemeldet. In dem Film geht es um die zwölfjährige Chanda, die behütet in einem südafrikanischen Ort aufwächst und deren Leben sich schlagartig ändert als die einjährige Schwester stirbt und die Mutter schwer erkrankt. Chandra beginnt, Fragen zu stellen.

Die Zahl der Neuinfektionen mit HIV ist weltweit von 1997 bis 2010 um 21 Prozent zurückgegangen. Vor allem die Zahl neuinfizierter Kinder ist durch verbesserte Therapien der Mütter stark gesunken. Diese Erfolge bergen aber auch die Gefahr verminderter Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die immer noch bestehenden Ansteckungswege und entsprechendes präventives Verhalten. Es sterben immer noch jährlich 1,8 Millionen Menschen weltweit an Aids, so die Mitteilung aus dem Gesundheitsamt. Die Gesamtzahl der Infizierten schätzt „Unaids“ auf etwa 34 Millionen. Das Robert-Koch-Institut meldet für das Jahr 2011 rund 2700 neue Infektionen in Deutschland.

Obwohl die Bedrohung durch Aids unverändert hoch ist, sei sich dessen kaum noch jemand bewusst. Besonders jüngere Menschen halten Aids für behandelbar, so das Gesundheitsamt. Heute bezeichnen nur noch 29 Prozent der Gesamtbevölkerung und 38 Prozent der 16- bis 20-Jährigen Aids als eine gefährliche Krankheit. Dies wirke sich auf Denken und Handeln aus: Die Menschen schützen sich nicht, weil sie die Gefahr einer Infektion unterschätzen - und Aids einfach vergessen haben.

Die aktuelle Aids-Kampagne 2011 lautet „Positiv zusammen leben. Aber sicher!“ Im Mittelpunkt stehen HIV-positive Menschen, die offen über ihre Erfahrungen mit der HIV-Infektion berichten. Ziel dieser europaweit einzigartigen nationalen Kampagne ist es, Stigmatisierung und Diskriminierung abzubauen und HIV/AIDS innerhalb der Gesellschaft zum Thema zu machen. Es ist eine gemeinsame Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung.


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