Landkreis Leer | Presseinformation

Studieren für den Landkreis Leer

Neun Medizinstudenten bewerben sich um Stipendium

01. Dezember 2011.

Erstmalig wird der Landkreis Leer Stipendien an Studenten der Humanmedizin vergeben: Neun Bewerbungen sind eingegangen. Nun prüft das Auswahlgremium die Unterlagen und entscheidet über die Vergabe. Auswahlgespräche sind Mitte Dezember geplant. Bis zu fünf Stipendien können vergeben werden.

„Das Stipendienprogramm für Mediziner ist ein Baustein von vielen, mit denen wir den demographischen Wandel im Landkreis Leer gestalten und dem prognostizierten Ärztemangel begegnen wollen“, sagt Landrat Bernhard Bramlage. „Die Resonanz auf das Programm ist sehr erfreulich.“ Nicht nur „Landkreis-Kinder“ seien daran interessiert und bereit, im Gegenzug zum Stipendium nach Studienabschluss bis zu drei Jahre im Kreisgebiet zu praktizieren. „Auch junge Menschen außerhalb unserer Region haben sich beworben“, so die Mitteilung Bramlages.

„Wir fühlen uns in unserem Ansatz bestätigt“, sagt Heike de Vries. Die Leiterin des Gesundheitsamts freut sich über die positiven Rückmeldungen seitens der Bewerber: „Sie danken bereits jetzt für die Unterstützung und erkennen unser Engagement an. Es gibt bereits neue Anfragen.“

Der Landkreis Leer und seine politischen Organe setzen sich, nicht zuletzt durch die Einrichtung einer Fachstelle für Demographie, schon seit längerem mit dem Problem des Fachkräfte- und insbesondere Ärztemangels auseinander. 

„Viele sehen uns als Motor“, so Bramlage und erklärt weiter: „Tatsächlich versuchen wir, auf die Akteure einzuwirken und sie an einen Tisch zu bekommen. Wir knüpfen Kontakte, unter anderem mit der European Medical School Oldenburg-Groningen, und moderieren in alle Richtungen. Um Unterstützung zu geben, schöpfen wir unsere Möglichkeiten voll aus.“ 

Um auch zukünftig eine gute Gesundheitsversorgung im Landkreis Leer zu ermöglichen, will der Landkreis eng mit der zuständigen Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen zusammenzuarbeiten. Dort stehen für niederlassungswillige Ärzte Informationen über die kreisangehörigen Kommunen und direkten Ansprechpartner sowie über Fördermöglichkeiten zur Verfügung. 

Beispielweise ist über die Wirtschaftsförderung des Landkreises Leer unter bestimmten Voraussetzungen eine finanzielle Förderung bei Praxisgründung,
-erweiterung oder -übernahme möglich.

Weitere Informationen zum Projekt „Gestaltung des demographischen Wandels im Landkreis Leer“, in dem auch eine kreiseigene Bestandsaufnahme zur ärztlichen Versorgungssituation durchgeführt wurde, unter www.demographie-leer.de.


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