30. Dezember 2011.
Leer/Borkum. Der Landkreis Leer hat dem Inselkrankenhaus auf Borkum aus einer existenziellen Krise zu einer gesicherten Zukunft verholfen, eine Oberschule mit gymnasialem Zweig eingerichtet, das soziale Angebot für Familien beträchtlich erweitert und auch der Freiwilligen Feuerwehr unter die Arme gegriffen. Landrat Bernhard Bramlage im Jahresrückblick 2011: „Kreistag und Verwaltung stehen zu ihrer besonderen Verpflichtung für unsere schöne Insel.“
Das Inselkrankenhaus stand lange auf der Kippe, ehe es schließlich nach langwierigen Verhandlungen zwischen Land, Landkreis und Stadt unter die Fittiche des Klinikums Leer kam. In absehbarer Zeit entsteht auf der Insel praktisch ein neues Krankenhaus.
100.000 Euro zusätzlich lässt sich der Landkreis die Erweiterung des sozialen Angebots auf der Insel kosten. Seit mehr als drei Jahren arbeitet er gemeinsam mit hoch qualifizierten Mitarbeitern des Leinerstifts Großefehn auf der Insel und hilft Familien mit Kindern, die große persönliche Schwierigkeiten haben. Den größten Zulauf hat die sozialpädagogische Familienhilfe, die pädagogische und alltagspraktische Hilfen verbindet. Die Familien haben die „Super-Nanny“ im Haus, die sogar bei der Organisation des Haushalts, beim Umgang mit Geld und bei Behördengägnen hilft.
Im August hat der Landkreis das soziale Angebot erweitert um eine sozialpädagogische Betreuung am Nachmittag in der Inselschule und eine alltagspraktische Beratung für Eltern mit Kleinkindern. Solche umfassenden Angebote auf hohem Niveau gibt es auf keiner anderen Insel.
Der Landkreis hat die Inselschule außerdem für den Schulversuch „Meseo“ angemeldet.
In diesem Modellvorhaben Emotionale und Soziale Entwicklung in Ostfriesland geht es um die Förderung von Kindern im Grundschulalter, die sozial-emotionale Probleme haben. Der Landkreis finanziert dafür die Sozialpädagogen. Neben Borkum ist die Pestalozzi-Schule in Leer ein Meseo-Förderzentrum. Landrat Bramlage: „Die zusätzlichen 100.000 Euro sind gut angelegt. Sie kommen direkt Borkumer Familien zugute.“
Seit August 2011 arbeitet die Haupt- und Realschule auf der Insel als Oberschule, sogar mit gymnasialem Zweig. Damit sind langjährige Bemühungen des Landkreises von Erfolg gekrönt. 2004 war ein einzügiges Gymnasium gescheitert, 2009 hatte der Kultusminister die Einrichtung einer Gesamtschule abgelehnt.
Im Mai hatte die Freiwillige Feuerwehr Grund zur Freude: Sie nahm ein Löschgruppenfahrzeug und einen geländegängigen Pick-up in Betrieb. Das Löschgruppenfahrzeug kann vielfältig genutzt werden. Sie pumpt 3000 Liter Wasser in der Minute und löste ein 42 Jahre altes Löschfahrzeug ab.
Die Fahrzeuge sind etwas Besonderes für die Wehr, aber die Geschichte dahinter ist einzigartig. Landrat Bernhard Bramlage hob sie bei der Fahrzeug-Übergabe eigens als ein Stück „praktizierten Gemeinsinns“ hervor. Der Grund: Beide Fahrzeuge wurden aus Erbschaften bezahlt. Elisabeth Dabelstein, Tochter des früheren Wehrführers Wilhelm Dabelstein, hatte die Feuerwehr als Alleinerbin eingesetzt, und Käthe Bakker die Wehr in ihrem Testament ebenfalls großzügig bedacht. Die Feuerwehr bedankte sich auf ihre Weise: Sie gab den Fahrzeugen zum Gedenken an die Spenderinnen deren Namen Lisa und Käthe.
Landkreis-Leer ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.
Landkreis Leer
Bergmannstraße 37 D-26789 Leer Telefon: +49 (0) 491 / 926-1254 Telefax: +49 (0) 491 / 926-1200 E-Mail: pressestelle@landkreis-leer.de |