Pressemitteilung vom18. Januar 2012
Neue Wege bei der Dorferneuerung in Trendelburg
Trendelburg.

Die Trendelburger Stadtteile Eberschütz, Gottsbüren, Langenthal und Sielen sind seit Herbst 2011 neue Förderschwerpunkte in der Dorferneuerung in Hessen. „Vier Stadtteile in der Dorferneuerung sind schon etwas besonderes – mit etwas besonderem startet auch das Programm selbst“, berichtet Landrat Uwe Schmidt bei einem Besuch im Stadtteil Gottsbüren. Erstmals sind im Landkreis Kassel gleich vier Ortsteile „gemeinsam an DEK“, spielt Schmidt augenzwinkernd auf die Abkürzung für Dorf-Entwicklungs-Konzept an, das am Beginn der aktuellen Dorferneuerung in Trendelburg steht. Mit einer solchen überörtlichen Konzepterstellung zu Beginn wird auch für das Amt für den ländlichen Raum im Landkreis Kassel Neuland betreten. „Statt wie bisher jeden einzelnen Stadtteil für sich zu betrachten, geht es jetzt um ein gemeinschaftliches Konzept für die Zukunft von Eberschütz, Gottsbüren, Langenthal und Sielen“, informiert Christian Primus, Leiter des Hofgeismarer Amtes.

Zur Konzeptentwicklung werden Bürger, die Stadtverwaltung und die politischen Gremien „an  einen Tisch geholt“, so Primus weiter. Mit dem Dorf-Entwicklungs-Konzept (DEK) soll eine gemeinsame Handlungsstrategie erarbeitet werden, die eine Perspektive für die zukünftige Entwicklung aufzeigt. Primus: „Von besonderer Bedeutung ist, dass eben nicht nur der Ortsbeirat aus Gottsbüren über die Zukunft seines Stadtteils berät, sondern dass gemeinsam mit den politischen Gremien der anderen Stadtteile über den Tellerrand des eigenen Stadtteils hinausgeblickt wird“. Das Ganze werde nicht „im stillen Kämmerlein“ erarbeitet, sondern von Anfang an unter möglichst umfassender Beteiligung der Bürger. „Bereits die Konzeptentwicklungsphase ist ein wichtiger Baustein zur Bürgeraktivierung“, betont Primus.

Grundlage aller Überlegungen sei eine Stärken-Schwächen-Analyse, in der alle relevanten Daten der vier Stadtteile einfließen. Primus: „Das reicht von der Bevölkerungsstruktur über die Zahl der Ärzte und die Anzahl der Arbeitsplätze bis hin zu Aussagen zum ehrenamtlichen Engagement“. Der so entstehende „Steckbrief“ der vier Stadtteile dient dazu Handlungsfelder zu benennen und konkrete Vorhaben zu planen. „Am Ende gibt es dann ein für alle vier Dorferneuerungsorte ein gemeinsames Konzept mit dem dann alle arbeiten können“, fasst der Amtsleiter zusammen.

Den Auftrag für die Koordination des DEK und die planerische Begleitung erhielt das Kasseler Planungs- und Architekturbüro Bankert, Linker & Hupfeld, das in der Nordspitze des Landkreises zuletzt für das Projekt „Umbau und Sanierung der Alten Schule in Oberweser Heisebeck“ verantwortlich war.

Die Kosten für die Erstellung des Konzepts und die damit einhergehende Beratung belaufen sich auf rund 29.000 Euro, von denen 17.401 Euro aus Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs als Zuschuss fließen. Die restlichen Mittel bringt die Stadt Trendelburg auf. Das Dorf-Entwicklungs-Konzept für die vier Trendelburger Stadtteile soll bis Oktober 2012 vorliegen.

 

Hintergrund:

Aktuell nehmen folgende Orte im Landkreis Kassel am Dorferneuerungsprogramm teil:

Bad Emstal-Balhorn (noch bis 2018)

Calden-Ehrsten (noch bis 2015)

Fuldatal-Simmershausen (noch bis 2016)

Grebenstein-Burguffeln (noch bis 2017)

Naumburg Kernstadt und Altendorf (noch bis 2018)

Oberweser-Heisebeck (noch bis 2012)

Söhrewald-Wellerode (noch bis 2017)

Trendelburg-Eberschütz, Gottsbüren, Langenthal und Sielen (bis 2019)

Wolfhagen-Gasterfeld (noch bis 2017)

Wolfhagen-Wenigenhasungen (noch bis 2016)

Zierenberg-Burghasungen (noch bis 2014)



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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Dorferneuerung Trendelburg 008
Auf dem Foto unterhalten sich Klaus Wellner (Heimatstube Gottsbüren), Christian Primus (Amt für den ländlichen Raum), Landrat Uwe Schmidt, Bürgermeister Bernhard Klug und Peter Nissen (Amt für den ländlichen Raum).


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