Pressemitteilung vom31. Januar 2012
21,5 Millionen Euro im Bereich Dorferneuerung, Regionalentwicklung und Wohnungsbauförderung investiert

Kreis Kassel. „2011 war erneut ein erfolgreiches Jahr für Dorferneuerung, Regionalentwicklung und die Wohnungsbauförderung im Landkreis Kassel – es wurden 21,5 Millionen Euro an Investitionen angeschoben“, zieht Landrat Uwe Schmidt Bilanz der von der Abteilung Dorferneuerung und Regionalentwicklung des Amtes für den ländlichen Raum des Landkreises Kassel in Hofgeismar betreuten Fördermaßnahmen im zurückliegenden Jahr. Es sei wieder gelungen, alle bis zur Bewilligungsreife bearbeiteten Anträge auch zu fördern. Schmidt: „Die hohe Fördersumme und das Ausschöpfen der Fördertöpfe ist der guten Vorarbeit durch die Mitarbeiter des Amtes für den ländlichen Raum zu verdanken“.

 

Der größte „Fördertopf“ war 2011 die Wohnungsbauförderung. Hier wurden 64 Projekte mit Darlehen und Zuschüssen in Höhe von 6,04 Millionen Euro gefördert. „Die Förderung hat ein Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 15,5 Millionen Euro im Landkreis ermöglicht“, berichtet Landrat Schmidt. Im Jahr 2010 waren 57 Projekte mit einer Gesamtinvestitionssumme von 12 Millionen Euro mit 4,6 Millionen Euro gefördert worden. Schmidt: „Positiv ist, dass 2011 wieder zwei Mietwohnungsbauten im Landkreis in der Förderung enthalten sind“. Die Mehrzahl der Förderungen erfolgte wieder im Erwerb von Wohneigentum im Eigenheimbereich sowie bei der Förderung des behindertengerechten Umbaus von Wohnraum. Die meisten der 40 genehmigten Wohneigentumsförderungen waren in Vellmar mit sieben zu verzeichnen, gefolgt von Grebenstein mit fünf.

 

 

Im vergangenen Jahr konnten durch den Landrat und das Amt für den ländlichen Raum für Dorferneuerung und Regionalentwicklung Förderbescheide in Höhe von knapp 1,35 Millionen Euro (2010: 1,25 Millionen Euro) übergeben werden. „Das ist im Vergleich zu anderen hessischen Region wieder ein sehr guter Wert“, informiert Schmidt. Zwar liege der Wert unter den Zahlen der vergangenen Jahre – 2008 war der bisherige Spitzenwert von rund 2 Millionen Euro Fördermitteln erreicht worden –, aber gegenüber 2010 habe die Fördersumme wieder leicht angezogen.

Der Großteil des Geldes (553.234 Euro) floss 2011 in insgesamt 28 öffentliche Dorferneuerungsmaßnahmen in Stadt- und Ortsteilen im Kreis, 350.634 Euro gingen an 44 Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung, die von Privaten durchgeführt wurden. 444.569 Euro erhielten 26 Regionalentwicklungsprojekte von privaten und öffentlichen Trägern.

 

Gerade im öffentlichen Bereich sei 2011 wieder eine Reihe von Großmaßnahmen gefördert worden, erläutert Peter Nissen, Abteilungsleiter Dorf- und Regionalentwicklung im Amt für den ländlichen Raum Hofgeismar. Beispielhaft nennt er die Neugestaltung der Ortsmitte in Immenhausen-Mariendorf (131.085 Euro), die Gestaltung von Grünflächen in Calden-Ehrsten (Fördersumme: 63.592 Euro), die Platzgestaltung vor dem neuen Klostermuseum in Zierenberg-Burghasungen (42.900 Euro) und den Abriss der Brandruine Völker in Naumburg (34.357 Euro),

 

Landrat Schmidt: „Diese Beispiele zeigen die gesamte Bandbreite der geförderten Maßnahmen“. Es sei kein Zufall, dass die Neunutzung vorhandener Flächen in der Ortsmitte im Mittelpunkt der Fördermaßnahmen steht. „Der Wunsch der Bevölkerung nach mehr Freiraum und Begegnungsmöglichkeiten in den Ortskernen und die Haltung der Denkmalschutzbehörden, die auch einen Abriss eines nicht mehr zu rettenden Gebäudes ermöglicht, spiegeln sich in den Zahlen wieder“, so der Landrat weiter. Die Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden gestalte sich zunehmend positiv, ergänzt Nissen. „Es war eine gute Entscheidung, die untere Denkmalschutzbehörde in unser Amt zu integrieren – so können wir uns früh in Zweifelsfragen abstimmen“, so Nissen weiter.

 

„Mit den Förderzusagen in der Dorferneuerung und der Regionalentwicklung konnten im privaten und öffentlichen Bereich insgesamt Investitionen in Höhe von knapp 6,1 Millionen Euro realisiert werden“, freut sich Landrat Schmidt.

Die von den Mitarbeitern des kreiseigenen Amtes in Hofgeismar betreuten Maßnahmen in öffentlicher und privater Trägerschaft hätten so dazu beigetragen, Arbeitsplätze und Beschäftigung in Handwerk und Gewerbe vor Ort zu sichern. In der Regel wurden die Aufträge von regionalen Handwerksfirmen ausgeführt. Gerade im privaten Bereich sei die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Förderprogramme am größten. Abteilungsleiter Nissen weist Interessenten darauf hin, am besten bis zum Frühjahr Anträge zu stellen, um so eine gute Chance für eine Bewilligung in 2012 zu haben.

 

Obwohl in der Höhe der Förderung geringer, könne auch in der Regionalentwicklung auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt werden. „Wir sind in der Endphase der noch bis zum Jahr 2013 laufenden Förderperiode – mit 442.569 Euro Fördermitteln für 26 öffentliche und private Projekte konnten Investitionen in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro ausgelöst werden“, zieht Landrat Schmidt zufrieden Bilanz. Schmidt: „Das größte Projekt ist der Weserberglandsteig mit einer Gesamtfördersumme von 95.876 Euro – das zeigt, dass der Schwerpunkt der Fördermaßnahmen eindeutig im Tourismus liegt“. Wie erfolgreich Investitionen in die touristische Infrastruktur sein können, verdeutlicht die Erweiterung des Hotels „Zum Lindenwirt“ in Oberweser-Gottstreu, die 2009 gefördert wurde. „Für uns ist der Weserradweg die wichtigste Säule für den Tourismus und ich bin sicher, dass wir mit dem Weserberglandsteig eine weitere Säule erhalten werden“, betont der Bürgermeister von Oberweser, Rüdiger Henne.

 

Auch für die Regionalentwicklung gelte, dass Förderanträge möglichst bald gestellt werden sollten – besonders arbeitsplatzschaffende Maßnahmen würden vorrangig berücksichtigt, so Peter Nissen weiter. Nissens Abteilung in der Manteuffel-Anlage in Hofgeismar steuert zusammen mit dem Verein Region Kassel-Land e.V. in Wolfhagen die Projekte der Regionalentwicklung im Kreis und koordiniert die Dorferneuerung in den zurzeit 15 Stadt- und Ortsteilen im Landkreis Kassel, die am Dorferneuerungsprogramm teilnehmen. Sämtliche Förder- und Auszahlungsanträge werden dort bearbeitet sowie Entwicklungsprozesse im privaten und öffentlichen Bereich initiiert.

 

Ansprechpartner für alle Fragen rund um die genannten Förderprogramme ist das Amt für den ländlichen Raum im Landkreis Kassel, Manteuffel-Anlage 5 in 34369 Hofgeismar (Tel.: 05671/8001-2413), E-Mail: peter-nissen@landkreiskassel.de.

Förderinteressierte im Bereich Wohnungsbauförderung sind bei Gabriela Vomund (Tel.: 05671/8001-2412), E-Mail: gabriela-vomund@landkreiskassel.de an der richtigen Stelle.

 

Hintergrund:

Aktuell nehmen folgende Ortsteile im Landkreis Kassel am Dorferneuerungsprogramm teil:

-         Bad Emstal-Balhorn (bis 2018)

-         Calden-Ehrsten (bis 2015)

-         Fuldatal-Simmershausen (bis 2016)

-         Grebenstein-Burguffeln (bis 2017)

-         Naumburg Kernstadt und Altendorf (bis 2018)

-         Oberweser-Heisebeck (bis 2012)

-         Söhrewald-Wellerode (bis 2017)

-         Trendelburg mit den Stadtteilen Eberschütz, Gottsbüren, Langenthal und Sielen (bis 2019)

-         Wolfhagen mit den Stadtteilen Gasterfeld (bis 2017) und Wenigenhasungen (bis 2016)

Zierenberg-Burghasungen (bis 2014)



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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Bilanz Förderprogramme
Auf dem Fotos sieht man von links nach rechts Rüdiger Henne (BM Oberweser), Harald Henne (Besitzer "Zum Lindenwirt"), Peter Nissen und Landrat Uwe Schmidt mit aus Regionalentwicklungsmitteln geförderten Elektrofahrrädern für den Radtourismus.


LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
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