| Pressemitteilung vom27. März 2012 |
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Dr. Müller: „Jetzt beginnt die Hochsaison der Pollenallergie und des Heuschnupfens“ Region Kassel. „Jetzt beginnt die Hochsaison der Pollenallergie und des Heuschnupfens“, informiert die Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel Dr. Karin Müller. Die Zahl der allergischen Erkrankungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Es gibt Studien, die belegen, dass der Heuschnupfen oder das allergische Asthma heute schon dreimal häufiger als vor zehn Jahren vorkommen. Dieselben Studien kommen zu dem Schluss, dass die Ursache für die zunehmende Zahl von Allergikern vor allem im westlichen Lebensstil zu suchen ist, wie zum Beispiel in den übertriebenen Hygienemaßnahmen, den Ernährungsgewohnheiten, der Haustierhaltung und in der erhöhten Milbenbelastung modern isolierter Wohnungen, so Dr. Müller. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Faktoren, die das eigene Allergierisiko erhöhen, wie beispielsweise allergiekranke Eltern und Passivrauchen. Dr. Müller: „Im Falle einer Allergie reagiert das Immunsystem unangemessen heftig auf eine eher harmlose Substanz wie Tierhaare, Nahrungsmittel oder Pollen wie gerade jetzt im Frühjahr“. Es komme dann zu den unterschiedlichsten Beschwerden, wie Juckreiz, Niesreiz, laufende Nase, brennende, tränende Augen, Hautreaktionen. Bei 40 Prozent der Betroffenen kommt es im Schnitt nach acht Jahren Heuschnupfen zum so genannten Etagenwechsel. „Anstatt oder zusätzlich zum Heuschnupfen entwickelt sich ein allergisches Asthma“, berichtet die Gesundheitsamtsleiterin. Daher sei die einzige Vorbeugung die rechtzeitig und angemessene Behandlung des Heuschnupfens. Bei Beschwerden sollte deshalb rasch ein Arzt oder eine Ärztin, die sich auf dem Gebiet der Allergologie gut auskennt aufgesucht werden. Gerade für Kinder aus Familien mit gehäuften allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen und Asthma sei es „sehr sinnvoll vorbeugende Maßnahmen einzuleiten“, so Dr. Müller weiter. Dazu zähle das Vermeiden von Tabakrauch und Allergieauslösern und die Förderung von schützenden Faktoren, die Allergien entgegenwirken wie das Stillen mit Muttermilch bei den ganz Kleinen. Da man bei einer Allergie von einer Überempfindlichkeit des Organismus ausgeht, besteht laut Dr. Müller eine Therapiemöglichkeit darin, die Empfindlichkeit zu reduzieren. Dazu wird der Körper über Tropfen oder als Injektion mit steigenden Konzentrationen der allergieauslösenden Substanz konfrontiert. Die Dosis wird langsam gesteigert, so dass der Körper sich allmählich an das Allergen gewöhnt. Dr. Müller: „So reagiert der Organismus nach einer Weile weniger allergisch, die Beschwerden lassen nach und gehen zum Teil ganz zurück“. Nachteil ist: diese sogenannte Hyposensibilisierung dauert sehr lange und erfordert deshalb viel Geduld. Nach einer ungefähr dreijährigen Therapie liegt die Erfolgsquote heute aber immerhin bei 90 Prozent, kann die Leiterin des Gesundheitsamtes aus entsprechenden Statistiken berichten.
Um die Pollenbelastung zu verringern, empfiehlt das Gesundheitsamt einige einfach umzusetzende Vorsorgemaßnahmen:
„Ich kann nur allen Betroffenen empfehlen, Rat bei ihrem Hausarzt oder Hausärztin zu suchen und die Allergie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“, rät Dr. Müller abschließend. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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