Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 28. März 2012

Mazedonische Botschafterin trug sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein

Bürgermeister empfing Kornelija Utevska-Gligorovska

Magdeburgs Bürgermeister und Beigeordneter für Kultur, Schule und Sport, Dr. Rüdiger Koch, empfing heute im Alten Rathaus die Botschafterin Mazedoniens, Kornelija Utevska-Gligorovska. Während ihres Besuchs trug sich die Diplomatin in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.

 

„Mit Kornelija Utevska-Gligorovska hat sich heute erstmals ein Botschafter Mazedoniens in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg eingetragen“, sagte Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch im Rahmen des offiziellen Empfangs. „Die Beziehungen zwischen Magdeburg und Mazedonien stecken noch in den Kinderschuhen, sind aber von einem offenen und freundschaftlichen Miteinander geprägt“.

 

Die 1973 geborene Diplomatin studierte Germanistik, Europäische Integration und Kommunikation in Skopje, bevor sie Botschaftsassistentin in Bonn wurde. Danach war sie Redakteurin bei der Deutschen Welle und Büroleiterin sowie Assistentin des Geschäftsführers von Media Print Makedonija. 2006 ist sie als Leiterin des Ministerkabinetts in den Auswärtigen Dienst ihres Landes eingetreten. Seit dem 9. März 2012 ist Kornelija Utevska-Gligorovska außerordentliche und bevollmächtigte Botschafterin in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

 

Anlass für den heutigen Empfang im Alten Rathaus ist der Antrittsbesuch der Botschafterin in Sachsen-Anhalt. Am Vormittag wurde sie von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff in der Magdeburger Staatskanzlei empfangen.

 

Bereits 2010 war eine Delegation aus Mazedonien in Sachsen-Anhalt. Im Mittelpunkt standen damals Möglichkeiten zur Gewinnung von erneuerbaren Energien in ländlichen Regionen. In diesem Zusammenhang besuchten die Delegationsmitglieder den Windkraftanlagen-Produzenten Enercon. Im Oktober 2010 hielt der damalige mazedonische Botschafter Gjorgji Filipov in der Magdeburger Volkshochschule einen Vortrag über Mazedonien. Der Abend stand unter dem Motto „Mazedonien und die EU – ein kleines Land, aber große Fragen“.

 

Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner von Mazedonien. So werden vor allem Vorerzeugnisse der Textilindustrie sowie Personen- und Lastkraftwagen aus Deutschland exportiert. Bei den Importen nach Deutschland wiederum handelt es sich vor allem um Kleidung, Bleche aus Eisen oder Stahl und Lebensmittel.

 

Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg

Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Eingerichtet wurde es während der Amtszeit von Oberbürgermeister Hermann Beims. Mitglieder des Magistrats trugen sich am 10. Mai 1931 als Erste in das Buch ein.

 

Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.

 

Zu den Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch eingetragen haben, gehören Politiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Johannes Rau, die langjährigen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Gerhard Schröder, die ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Rita Süßmuth und Wolfgang Thierse, frühere oder heutige Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher, Theo Waigel und Wolfgang Tiefensee, ehemalige Ministerpräsidenten wie Gerhard Glogowski, Oskar Lafontaine und Wolfgang Böhmer sowie zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt.

 

Im Goldenen Buch verewigt haben sich außerdem die ehemalige Generalbundesanwältin Monika Harms, der langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, frühere und heutige Oberbürgermeister der Magdeburger Partnerstädte wie Werner Steffens und Dr. Gert Hoffmann (Braunschweig) sowie Bill Purcell (Nashville), die Magdeburger Ehrenbürger Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte, frühere Magdeburger Bürgermeister und Beigeordnete wie Bernhard Czogalla, Dieter Steinecke, Susanne Kornemann-Weber, Werner Kaleschky, Beate Bröcker und Dr. Klaus Puchta, die Ehrenstadträte Frithjof Berfelde, Prof. Reinhold Krampitz, Rainer Löhr, Martin Hoffmann, Gerhard Heinl, Johannes Rink, Eberhard Seifert, Hans-Werner Brüning, Gerald Grünert und Walter Meinecke, der Ehrenortschaftsrat Prof. Adolf Lingener sowie 21 ehemalige Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter die Schriftstellerin Nomi Rubel.

 

In den zurückliegenden Jahren wurden mit einer Eintragung im Goldenen Buch auch der Sohn von Ernst Reuter, Edzard Reuter, der langjährige Bischof Leo Nowak, die mit dem Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" geehrte Österreicherin Gertraud Knoll, der nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verfolgte und inhaftierte Magdeburger Horst Linowski, der erste Deutsche im Weltall Sigmund Jähn, die UNO-Friedensbotschafterin und Schimpansenforscherin Jane Goodall sowie erfolgreiche Sportler wie die Olympiasieger Dagmar Hase, Andreas Ihle, Manuela Lutze, André Willms und Mark Zabel, die Handballer des SC Magdeburg, der Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer, die Boxweltmeister Natascha Ragosina, Regina Halmich und Sven Ottke und der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Dr. Theo Zwanziger geehrt.

 

Auch Künstler und Kulturschaffende wie der Schauspieler Heinz Rühmann, der weltberühmte jüdische Pianist und Magdeburger Ehrenbürger Menahem Pressler, die Telemann-Preisträger Prof. Dr. András Székely und Nikolaus Harnoncourt, der Glasgestalter Reginald Richter und der Generalmusikdirektor a. D. Roland Wambeck bereichern mit ihren Eintragungen das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ebenso wie besonders engagierte Bürger wie der 2010 verstorbene ehemalige Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster, der Vorsitzende der Seniorenvertretung Siegfried Brosza und Dr. Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt.




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