Ottostadt Magdeburg.
7,4 ha der früheren Mülldeponie Hängelsberge erhalten in diesem Jahr eine endgültige Oberflächenabdichtung. Ziel dieser gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahme ist es, die Gesundheit der Bürger und die Umwelt vor möglichen Beeinträchtigungen zu schützen. Die Arbeiten begannen in diesem Monat und werden voraussichtlich bis Ende Oktober andauern.
„Diesen zweiten Bauabschnitt können wir mit Zuwendungen zur Förderung von abfallwirtschaftlichen Maßnahmen aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung finanzieren“, so Holger Platz, Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung. „Dazu wurden von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt Fördermittel in Höhe von rund einer Mio. Euro bewilligt.“
Auf der Altdeponie wurden bis Mai 2005 ca. 6.9 Mio m³ Abfall abgelagert. Seit nunmehr rund sieben Jahren befindet sich die Deponie in der Stilllegungsphase.
Die endgültige Oberflächenabdichtung begann bereits 2010 mit Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket II. In einem ersten Bauabschnitt sind damals 4,4 ha der Altdeponie endgültig abgedichtet worden. Bis Oktober 2013 soll dann auch der dritte und letzte Bauabschnitt mit einer Fläche von 9,7 ha werden.
Im Zuge der endgültigen Oberflächenabdichtung wird eine zweite Kaskade errichtet, um Regenwasser vom Deponiekörper besser ableiten zu können.
Der Deponiebetrieb der neuen Deponie und die Wertstoffannahme sind von der Baumaßnahme nicht betroffen.
Hintergrundinformationen
Während der Stilllegungsphase finden im Deponiekörper biologische Abbauprozesse und andere chemische Reaktionen statt. Der Boden kann sich darum während dieser Phase noch absenken, so dass eine endgültige Abdeckung der Deponie nicht möglich ist. Darum konnte die Deponie zunächst nur provisorisch abgedeckt und begrünt werden. Für die endgültige Abdeckung wird zuerst die vorhandene Mutterbodenschicht abgetragen um dann die fertige Oberflächenabdichtung herzustellen.