| Pressemitteilung vom02. Mai 2012 |
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Noch freie Ausbildungsplätze der Lehranstalt für Pharmazeutisch-technische Assistenten Sehr gute Berufschancen für PTAs – Ausbildung für Pharmazeutisch-technische Assistenten an der Willy-Brandt-Schule Region Kassel. Auf den Gängen der Willy-Brandt-Schule in Kassel riecht es nach Kräutern. „Das ist Thymian“, erklärt Elvira Gebauer, während sie den Weg durch die langen Flure des Schulgebäudes weist. Angekommen im Labor der Lehranstalt für Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) lüftet sich dann das immer intensiver werdende Duftgeheimnis. „Wir destillieren heute ätherische Öle“, sagt Gebauer und „wir“ meint ihre Schülerinnen und Schüler, die eifrig vor den Laborgerätschaften stehen und die Anweisungen befolgen. „Bitterwert bestimmen, Gele herstellen und Öle destillieren – das ist unser heutiges Tagesprogramm“, umreißt die Lehr-Assistentin der PTA-Schule den Stundenplan. Wer einen Blick auf die Rezepturen und Anweisungen wirft, merkt schnell: Angehende PTAs sollten einen Bezug zu Mathematik und Chemie haben. Wichtig sei es auch, gerne mit Menschen zusammen zu arbeiten. Denn der Kundenkontakt werde immer wichtiger, ergänzt Reiner Heine, Leiter der Willy-Brandt-Schule und der Lehranstalt für Pharmazeutisch-technische Assistenten. Neben Einsatzgebieten wie Apotheken und Labore setze auch die Industrie verstärkt auf PTAs als Mitarbeiter. „Es wurde erkannt, dass die ausgebildeten PTAs kompetente Ansprechpartner für ihre Kunden sind“, umreißt Heine die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Viele der Schulabgänger fänden allerdings sofort im Anschluss eine Anstellung in ihrer Ausbildungs-Apotheke. „Oftmals werden sie dort nach ihrem halbjährlichen Praktikum schon erwartet“, so Gebauer. Die schulische Ausbildungszeit vor dem halbjährigen Praktikum beträgt zwei Jahre – der Lehrplan ist umfassend und abwechslungsreich. Gebauer: „Neben den theoretischen Fächer wie Arzneimittelkunde, Chemie, Galenik (Lehre von der Herstellung von Arzneimitteln), Botanik, Drogen- und Medizinproduktekunde spielen auch praktische Fächer eine wichtige Rolle“. Dazu gehören Chemisch-pharmazeutische Übungen wie Untersuchungen von Körperflüssigkeiten, Übungen zur Drogenkunde, Galenische Übungen und Apothekenpraxis. Weitere Unterrichtsfächer sind Ernährungskunde und Diätetik, Körperpflegekunde, Physikalische Gerätekunde, fachbezogene Mathematik und pharmazeutische Gesetzeskunde. Den Abschluss der Ausbildung bildet die staatliche Prüfung, die sich über zehn Fächer erstreckt und in einen schriftlichen, einen praktischen und einen mündlichen Teil gegliedert ist. „Unser Ruf ist sehr gut“, fügt Schulleiter Heine hinzu. 128 Ausbildungsplätze stehen zur Verfügung, noch seien Kapazitäten frei. Dies sei dem Landkreis Kassel zu verdanken, der entschieden hat, die Ausbildung zur Pharmazeutisch-kaufmännischen Assistentin und zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin auch weiterhin an der Willy-Brandt-Schule unter der Trägerschaft der landkreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft AGiL durchführen zu lassen. Heine: „Mein Dank und der Dank der Auszubildenden geht an Landrat Uwe Schmidt“. Damit sei der Ausbildungslehrgang 2012-2014 gesichert und es können ab sofort wieder Bewerbungen angenommen werden. Bewerber müssen mindestens über einen guten Realschulabschluss verfügen. Gebauer und Heine sind sich sicher: „Beim Beruf PTA handelt es sich nach wie vor um einen der sichersten Berufe überhaupt – in Nordhessen finden so gut wie alle Absolventen einen Arbeitsplatz!“ Vor diesem Hintergrund sei ein möglicher Wegfall der PTA-Ausbildung an der Willy-Brandt-Schule mit negativen Konsequenzen für viele Apotheken verbunden, die gut ausgebildete Fachkräfte dringend benötigen. „Ich würde mir daher wünschen, dass die Apothekerschaft sich stärker an der Finanzierung der Ausbildung beteiligt“, betont Schulleiter Heine. Nähere Informationen zu den Anforderungen und Berufschancen der pharmazeutisch-technischen Assistenten unter http://www.wbs-kassel.com/pta_datencss.html. Anmeldungen und Anfragen sind beim Sekretariat der Lehranstalt für PTA, Brückenhofstraße 90, 34132 Kassel, Telefon 0561 / 9 40 93 18, Telefax 05 61 / 9 40 93 33 an der richtigen Stelle.
Hintergrund: Die Willy-Brandt-Schule hat als berufliche Schule des Landkreises Kassel ein breit gefächertes Angebot im Vollzeit- und im Teilzeitbereich mit Schwerpunktbildungen in den Bereichen „Gesundheit“ und „Gartenbau/Floristik“ sowie den „Bildungsgängen zur Berufsvorbereitung“. Im Schuljahr 2010/2011 legten an der Schule 45 Schüler ihren Hauptschulabschluss, 15 den qualifizierenden Hauptschulabschluss, 49 einen mittleren Abschluss und 66 die allgemeine Fachhochschulreife ab. Seit dem Schuljahr 2009/10 bietet die Willy-Brandt-Schule in Kooperation mit der Elisabeth-Knipping-Schule auch ein Berufliches Gymnasium mit dem Schwerpunkt „Gesundheit“ an, so dass ab dem Jahr 2012 an der Schule auch das Abitur abgelegt werden kann. Nähere Informationen zu den Bildungsgängen der Willy-Brandt-Schule unter http://www.wbs-kassel.com. Anmeldungen und Anfragen sind beim Sekretariat der Schule möglich, Brückenhofstraße 90, 34132 Kassel, Telefon 05 61 / 9 40 93 18, Telefax 05 61 / 9 40 93 33. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten: PTA 2 Das Foto zeigt PTA-Schülerinnen bei der Ausbildung.
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