Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 03. Mai 2012

„Otto geht in die Mitte“: Labyrinth am Dom wird Samstag offiziell eröffnet

Übergabe durch OB Dr. Lutz Trümper

Ottostadt Magdeburg.

Am kommenden Samstag um 12.30 Uhr wird Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper das Labyrinth an den Westtürmen des Magdeburger Doms der Öffentlichkeit übergeben. Im Anschluss wird das Labyrinth von Domprediger Giselher Quast gesegnet. Alle Magdeburgerinnen und Magdeburger sind dazu herzlich willkommen.

 

Unmittelbar vor der Erstbegehung wird die von der Stadtverwaltung beauftragte Landschaftsarchitektin Daniela Süßmann einige Erläuterungen zum Labyrinth geben. An der Erstbegehung wird auch Gundula Thormaehlen von der internationalen Labyrinthorganisation teilnehmen. Für den musikalischen Rahmen sorgt die Martin-Rühmann-Band.

 

„Für uns steht die symbolträchtige Figur des Labyrinths vor allem für einen Neubeginn, schließlich wurde das Projekt als erste Baumaßnahme zur Umgestaltung des Domplatzes realisiert“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Die beeindruckende Intarsie aus schwarzem Basalt und Bernburger Muschelkalk ist ein würdiger Anfang für dieses große Vorhaben.“

 

Die Einweihung des Labyrinths vor dem Westportal des Doms fällt nicht zufällig auf den 5. Mai. An diesem Tag werden überall auf der Welt Labyrinthe als sagenumwobene Zeichen voller Symbolkraft gefeiert.

 

Auch bei der Konzeption des Labyrinths auf dem historischen Areal des Domplatzes hat der mystische Charakter der Figur eine wichtige Rolle gespielt. Seit etwa 5.000 Jahren zieht die faszinierende Struktur ihre Spur durch die Kulturgeschichte der Menschheit und symbolisiert dabei den Anfang und das Ende, den Ursprung und die Mitte, aber auch die Ordnung allen Seins.

 

Das Labyrinth wurde als Pflasterintarsie aus schwarzem Basaltmosaik und hellgrauem Bernburger Muschelkalkmosaik mit einem Durchmesser von 14,45 Metern gebaut. Das Ornament aus Mosaikpflastersteinen mit einem Unterbau aus Drainbeton wurde in die vorhandene Granitpflasterfläche eingearbeitet. Insgesamt sind 47.000 Steine auf einer Fläche von etwa 164 m² verbaut worden. Etwa 285 Meter muss man laufen, um das Labyrinth in eine Richtung zu durchschreiten. Die Auftragssumme für die Errichtung betrug rund 36.000 Euro.

 

Unter dem Rund ist ein großer Amethyst eingebaut. Dem Stein wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Konzipiert hat das Labyrinth die Landschaftsarchitektin Daniela Süßmann. Die Firma Barleber Naturstein Pflasterarbeiten hat das Vorhaben umgesetzt. Für den Magdeburger Domplatz wählte die Architektin ein Labyrinth vom Typ „Chartres“.

 

Das „Original“-Labyrinth „Chartres“ liegt im Mittelschiff der gotischen Kathedrale des gleichnamigen Ortes. Sie wurde etwa zur selben Zeit erbaut wie der Magdeburger Dom.

 

„Ich wünsche mir, dass die Eröffnung zu einem positiven Vorzeichen für die gesamte Umgestaltung des Domplatzes wird, die in den kommenden Monaten auf vollen Touren weiter läuft“, so der Oberbürgermeister. „Es wäre schön, wenn das Labyrinth und der gesamte Domplatz künftig mehr und mehr zu einem Treffpunkt für Magdeburger und Touristen, zu einem Ort für Gespräche und Austausch, für Musik und Kunst werden.“

 

Zur Veranschaulichung der Planung stand zum Domjubiläum im Mai 2009 ein temporäres Labyrinth auf dem Domplatz. Über 3500 Besucher zeugten von einen großem Interesse der Bevölkerung.

 

 

Stand der Umgestaltung des Domplatzes

Nach Fertigstellung des Labyrinths ist für dieses Jahr die weitere Umgestaltung des kleineren Teilbereiches innerhalb der Gesamtfläche des Domplatzes geplant.

Innerhalb dieser Fläche werden neue Anschlüsse für Strom, Wasser, Abwasser gelegt und die Wasser-Licht-Skulptur eingebaut.

 

Der zur Zeit mit Beton ausgelegte Bereich erhält durch eine Oberflächenbefestigung mit geschnittenem Reihensteingroßpflaster seine historische Wirkung zurück.

 

Die Fläche soll nach Möglichkeit noch dieses Jahr fertig gestellt werden, damit ab 2013 das Theater Magdeburg wieder das Sommer-Open-Air durchführen kann.

 

Die umlaufende Lindenallee mit ihren Pflasterungen, Borden, Beleuchtungsanlagen und Ausstattungsgegenständen wird voraussichtlich ab Herbst 2013 oder Frühjahr 2014 gestalterisch aufgewertet. Auch hierbei werden die Termine der Freiluftveranstaltungen auf dem Domplatz berücksichtigt.

 

Die Landeshauptstadt Magdeburg will in den nächsten Jahren in die Aufwertung des Domplatzes bis zu 3,792 Mio. Euro investieren. Etwa 80 Prozent der Summe können durch Fördergelder aus dem Bund-Land Förderprogramm "Städtebaulicher Denkmalschutz"finanziert werden. Die Planungen sind modular angelegt und umfassen folgende Teile:

 

Modul 1: Umpflanzen der Bäume auf der Südseite des Domplatzes, dadurch Freistellen des Doms

 

Modul 2:            Einbau von Laufstreifen aus Sandsteinplatten

 

Modul 3: Beleuchtungskonzept mit „Magdeburger Altstadtleuchte“ und zusätzlichen Bodenstrahlern im Bereich der Lindenalleen

 

Modul 4: Einbau einer Labyrinthfigur vor dem Westportal, drei unterirdische Medienpunkte für Strom, Wasser, Abwasser, zusätzliche Bänke und Papierkörbe, Einhausung der oberirdischen Kabelverteilerschränke

 

Modul 5: Ausbau der Beton-Großformatplatten, Befestigung der Oberfläche mit geschnittenem Reihensteingroßpflaster in gebundener Bauweise

 

Modul 6:            Im Bereich der historischen Spitzbögen aus dem 5./6. Jh. wird das

Reihensteingroßpflaster im Bogenverlauf gepflastert, so dass diese innerhalb der Pflasterfläche zurückhaltend deutlich werden

 

Modul 7: Einbau einer Wasser-/Lichtskulptur im Bereich der Spitzbögen mit 66 Fontänendüsen und 33 Nebeldüsen

 

Durch die Planung verschiedener Module können in Abhängigkeit von den finanziellen Möglichkeiten der Stadt und verfügbaren Fördermitteln auch Teile des Gesamtvorhabens zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden.




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