Am 29. Mai beginnen die Arbeiten für einen weiteren Bauabschnitt zur Umgestaltung des Domplatzes. Nachdem Anfang Mai das Labyrinth vor dem Westportal des Doms freigegeben wurde, ist für dieses Jahr die Umgestaltung der Innenfläche des Domplatzes geplant. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis zum 20. Dezember andauern.
Der zur Zeit mit Betonplatten ausgelegte Bereich erhält durch eine Oberflächenbefestigung mit geschnittenem Reihensteingroßpflaster seine historische Wirkung zurück. Im Bereich der historischen Spitzbögen aus dem 5./6. Jahrhundert wird im Bogenverlauf gepflastert, so dass deren Struktur innerhalb der Pflasterfläche zurückhaltend deutlich wird. Besonderer Glanzpunkt ist die Wasser-Licht-Skulptur im Bereich der Spitzbögen mit 66 Fontänendüsen und 33 Nebeldüsen.
Mit Beginn der Arbeiten erweitert sich das Baufeld auf den gesamten Domplatz. Entsprechend werden zwei zusätzliche Baustellenzufahrten an der Nordseite und Südseite des Platzes eingerichtet.
Die Bauleitung für die Umgestaltung des Domplatzes hat die Firma "Ihr Freiraumplaner" der Landschaftsarchitektin Daniela Süßmann übernommen. Bauherr ist das Tiefbauamt der Landeshauptstadt. Umgesetzt werden die Arbeiten von der STRABAG AG Magdeburg. Das Landesamt für Denkmalschutz und Archäologie begleitet die Baumaßnahmen.
Die Innenfläche des Domplatzes wird in diesem Jahr fertig gestellt werden, damit ab 2013 das Theater Magdeburg dort wieder sein Sommer-Open-Air veranstalten kann.
Stand der Umgestaltung des Domplatzes
Die Landeshauptstadt Magdeburg will in die Aufwertung des Domplatzes bis zu 3,7 Mio. Euro investieren. Etwa 80 Prozent der Summe können durch Fördergelder aus dem Bund-Land Förderprogramm "Städtebaulicher Denkmalschutz"finanziert werden. Die Planungen sind modular angelegt und umfassen folgende Teile:
Modul 1: Umpflanzen der Bäume auf der Südseite des Domplatzes, dadurch Freistellen des Doms
Modul 2: Einbau von Laufstreifen aus Sandsteinplatten
Modul 3: Beleuchtungskonzept mit „Magdeburger Altstadtleuchte“ und zusätzlichen Bodenstrahlern im Bereich der Lindenalleen
Modul 4: Einbau einer Labyrinthfigur vor dem Westportal, drei unterirdische Medienpunkte für Strom, Wasser, Abwasser, zusätzliche Bänke und Papierkörbe, Einhausung der oberirdischen Kabelverteilerschränke
Modul 5: Ausbau der Beton-Großformatplatten, Befestigung der Oberfläche mit geschnittenem Reihensteingroßpflaster in gebundener Bauweise
Modul 6: Im Bereich der historischen Spitzbögen aus dem 5./6. Jh. wird das
Reihensteingroßpflaster im Bogenverlauf gepflastert, so dass diese innerhalb der Pflasterfläche zurückhaltend deutlich werden
Modul 7: Einbau einer Wasser-/Lichtskulptur im Bereich der Spitzbögen mit 66 Fontänendüsen und 33 Nebeldüsen
Durch die Planung verschiedener Module können in Abhängigkeit von den finanziellen Möglichkeiten der Stadt und verfügbaren Fördermitteln auch Teile des Gesamtvorhabens zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden.