Ottostadt Magdeburg.
Nicht zu Queen Elisabeth, die ihr 60-jähriges Thronjubiläum feiert, sondern zu einer englischen Prinzessin, die vor tausend Jahren als Königin in Magdeburg bzw. dem ostfränkischen Reich an der Seite Ottos des Großen Furore machte, zieht es eine Gruppe von Magdeburgerinnen. Sie reisen am 8. Juni nach Winchester.
Im Zuge des „Edithafiebers“, das im Jahr 2009 der Fund der Gebeine der vor mehr als tausend Jahren am 26. Januar 946 in Magdeburg verstorbenen Königin hervorgerufen hat, entstand der Wunsch, den Kontakt zur Heimat der ersten Frau Ottos des Großen zu suchen. Als Königstochter des Hauses Wessex wurde Editha, in ihrer Sprache Eadgith, um 910 vermutlich in Winchester, der damaligen Königsstadt, geboren, in jedem Fall in Südengland, der heutigen Grafschaft Hampshire.
Am Freitag 8. Juni reisen 22 Magdeburgerinnen aus Politik, Verwaltung, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam mit der Journalistin und Buchautorin Caroline Vongries für acht Tage in die Region Winchester. Aus einer ersten Recherchereise für das immer noch grundlegende Buch „Eine Liebe über tausend Jahre: Editha – die starke Frau an Ottos Seite“ von Caroline Vongries sind erste Verbindungen erwachsen, die jetzt vertieft werden können: So wird die Gruppe aus Magdeburg, zu der auch die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Heike Ponitka, Michaela Frohberg von der Koordinierungsstelle für Frauen- und Geschlechterforschung Sachsen-Anhalt an der Universität Magdeburg und Frau Dr. Quade und Frau Westermann aus dem Vorstand des Unternehmerinnenverbandes Sachsen-Anhalt (AMU) gehören, zum Beispiel durch das Stadtoberhaupt Winchesters, den frisch gewählten Mayor Cllr Pearson, die Tourismuschefin Ellen Simpson und andere Verantwortliche empfangen.
Ein ganz besonderes Ereignis kultureller und wissenschaftlicher Art ist die Stadtführung durch das alte Winchester, die die renommierte Professorin für angelsächsische Geschichte Prof. Dr. Barbara Yorke selbst übernehmen wird. Sie wird auch einen Vortrag über die Kindheit einer angelsächsischen Prinzessin halten. Die Magdeburgerinnen werden dabei die Universität Winchester kennenlernen, dort weitere Kontakte knüpfen und haben die Gelegenheit, sich über aktuell stattfindende archäologische Grabungen vor den Toren von Winchester zu informieren. Geplant ist ebenfalls ein Zusammenteffen mit Unternehmerinnen aus Winchester.
Die Magdeburgerinnen überbringen Grüße von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Wirtschaftsdezernent Rainer Nitsche, dem Kulturbeigeordneten Dr. Rüdiger Koch, dem Prorektor der Universität Magdeburg und der hiesigen Professorin für Neuzeit und Geschlechterforschung Prof. Dr. Eva Labouvie.
Auf dem Programm stehen weitere Orte aus Edithas Kindheit, u.a. das ehemalige Kloster Wilton, in dem Editha möglicherweise mit ihrer vom Hofe verstoßenen Mutter aufgewachsen ist, Romsey Abbey und andere Orte (Stonehenge, Salisbury, Sissinghurst Gardens, Chawton, Monk’s House etc.), an denen weitere englische Frauenpersönlichkeiten, wie die Schriftstellerinnen Jane Austen, Vita Sackville-West und Virginia Woolf gewirkt haben.
Information & Rückfragen:
Caroline Vongries, Journalistin und Autorin: 0 39 25/ 32 88 50, 01 74/ 1 78 35 03, redaktion.vongries@t-online.de
Heike Ponitka, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Magdeburg, 0391/ 540 2316, ponitka@stadt.magdeburg.de
Michaela Frohberg, Koordinierungsstelle für Frauen- und Geschlechterforschung in Sachsen-Anhalt, 0391/6718905, Michaela.Frohberg@ovgu.de
Traudel Gemmer, Präsidentin des AMU Verband selbständiger Frauen in Sachsen-Anhalt e.V., 0391 / 50965912, info@amu-online.de