
Kreis Unna. (PK) Das Sprachlernprogramm „Rucksack“ der RAA Kreis Unna geht in die Sommerpause. Nach den Sommerferien wird das Erfolgsmodell „Rucksack“ erneut an den Start gehen. Interessierte Eltern können sich dann direkt mit den jeweiligen Einrichtungen in Verbindung setzen.
Erfolgreich umgesetzt wird das Programm in Bergkamen seit einem Jahr von der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) Kreis Unna, den AWO Familienzentren „Villa Kunterbunt“ und „Springmäuse“ sowie den Katholischen Kindertagesstätten „St. Elisabeth“ und „Montessori“.
Das bereits erprobte Rucksack-Programm besteht aus zwei Teilen, die koordiniert miteinander ablaufen: Die Arbeit der Mütter und ihrer Kinder in der Herkunftssprache und die Deutschförderung in der Kindertageseinrichtung. Dabei werden die Mütter mit Zuwanderungsgeschichte zwei Stunden pro Woche eingebunden. Basis dieses Programms ist die Erkenntnis, dass ein guter Zweitspracherwerb nur auf einem guten Fundament in der Herkunftssprache aufgebaut werden kann.
Mütter und Erzieher/innen arbeiten gemeinsam am Ziel einer guten Sprachentwicklung der Kinder. Gemeinsame Aktivitäten wie zweisprachige Bücher lesen, spielen oder ein Bild malen sind feste Bestandteile des Programms. In der „Müttergruppe“ werden die Themen besprochen, diese führen die Mütter mit ihren Kindern zu Hause fort. Verschiedene Themenbereiche wie die Kleidung, der Körper, die Tierwelt werden erzählerisch, spielerisch und beim Lesen zweisprachiger Bücher gemeinsam bearbeitet. Zum Abschluss werden den beteiligten Müttern Urkunden überreicht.
Das Rucksack-Programm stößt bundesweit auf sehr großes Interesse, jährlich werden mehr als 4.500 Eltern mit ihren Kindern erreicht. Für weitere Informationen und Anfragen zur Umsetzung des Rucksackprogrammes steht ihnen in der RAA Kreis Unna der Koordinator für das Rucksackprogramm Gökhan Kabaca unter Tel. 0 23 07 / 92 488-77 oder der E-Mail goekhan.kabaca@kreis-unna zur Verfügung.