Immenhausen.
Holzhausen wird im Frühjahr 2013 um eine Attraktion reicher werden: Ein neuer Ecopfad soll über die Bergbaugeschichte des Reinhardswald-Dorfes informieren. „Der Reinhardswald rund um Holzhausen hat eine jahrhundertlange spannende Geschichte im Bergbau, der Holzverarbeitung und der Glasherstellung, die nun in Form eines Ecopfades veranschaulicht werden soll“, informiert Vizelandrätin Susanne Selbert.
Bereits im Mittelalter war Holzhausen ein beliebter Standort für den Bergbau, sodass man heute noch die Spuren von Kohleabbau findet. Während an anderen Stellen im Reinhardswald der Braunkohlenabbau bereits vor Beginn des 19. Jahrhunderts wieder einschlief, wurde die Zeche Gahrenberg noch bis zum Jahr 1970 betrieben.
Der geplante Ecopfad beschäftigt sich neben dem Braunkohlebergbau auch mit anderen Themen, die für eine Gemeinde wie Holzhausen prägend waren und sind. „Wir wollen an den historischen Orten deutlich machen, wie unsere heutige Kulturlandschaft entstanden ist und wie sie sich verändert hat“, betont Herbert Rössel, Bürgermeister der Stadt Immenhausen.
Doch wie funktioniert ein Ecopfad? Die Ecopfade im Landkreis Kassel sollen dazu anregen sollen, sich mit der Geschichte der Region zu befassen und mehr über Kulturgeschichte, Archäologie und wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises Kassel kennen zu lernen, erläutert Vizelandrätin Selbert.
Diese Form von kulturgeschichtlicher Vermittlung im Rahmen einer idyllischen Wanderung hat sich mittlerweile zu einem bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebten touristischen Angebot entwickelt.
Der Holzhäuser Ecopfad ist in 3 Teilstücken geplant. Ein Teilstück führt entlang des Gahrenbergs, das Zweite um den Kleeberg und das Dritte um den Osterberg herum. Am Ecopfad werden Informationstafel über die jeweiligen historischen Entwicklungen informieren und welche Spuren heute noch zu finden sind. „Uns ist es wichtig, dass der Bergbau in der Region nicht in Vergessenheit gerät“, erläutert Bürgermeister Rössel. „Als sinnvoller Nebeneffekt werden außerdem Familien zum Wandern angeregt“.
Für die Inhalte der Informationstafeln ist die Stadt Immenhausen selbst verantwortlich. Bürgermeister Rössel: „Wir greifen hier auf die Mithilfe unserer aktiven Heimatforscher zurück – das hat bereits in Mariendorf sehr gut funktioniert“.
Ein neues touristisches Angebot gibt es nicht umsonst: Informationstafeln und ein spezielles Ecopfad-Faltblatt für Holzhausen kosten zusammen rund 12.750 Euro. Die Stadt Immenhausen erhält einen Zuschuss in Höhe von 6.692 Euro Mitteln der Europäischen Kommission (LEADER-Programm) und des Landes Hessen.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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