Pressemitteilung vom26. Oktober 2012
Schmidt: Hessische Landesregierung muss Eigenständigkeit des NVV zusichern
Region Kassel.

Mit Blick auf die Diskussion um die Novelle des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Hessen (ÖPNVG) spricht sich der Landrat des Landkreis Kassel, Uwe Schmidt, eindeutig für die Eigenständigkeit und den Erhalt des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) aus: "Die Hessische Landesregierung muss die organisatorische und finanzielle Eigenständigkeit des NVV zusichern. Ich erwarte klare Worte im Interesse eines regional gestalteten Bus- und Bahnangebots für Nordhessen.“ Schmidt ist Aufsichtsratsvorsitzendes des NVV.

"Der NVV ist in seiner jetzigen Struktur für Nordhessen ein großer Gewinn. Als Teil der kommunalen Familie schafft er nicht nur gute Verbindungen mit Bus und Bahn, sondern auch zwischen den Entscheidern in Politik und Verwaltung, die sich für ein gutes Mobilitätsangebot in der Fläche einsetzen. Diese Struktur wollen wir mit aller Kraft erhalten. Das Land Hessen begibt sich mit seinen Fusionsplänen auf Konfrontationskurs mit den nordhessischen Landkreisen und der Stadt Kassel", so Landrat Schmidt.

Schmidt: "Aktuell gibt der NVV pro Jahr unter nordhessischer Verantwortung 85 Millionen Euro für die Schienenverkehre in der Region aus. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass unter dem von der Landesregierung benutzten Begriff 'Regionale Umwidmung' das Interesse vorhanden ist, von diesem Geld einen Großteil in den Süden des Landes umzuleiten und bei uns in Nordhessen in der Fläche zu kürzen“.

Nach einer Fusion sei es doch klar, dass solche negativen Entscheidungen kaum zu verhindern wären, weil in Nordhessen nicht mehr selbst über unsere Bus- und Bahnverkehre entschieden werden könne. „Das werden wir nicht zulassen. Wer das trotzdem will, bekommt mit den nordhessischen Kreisen und Kommunen großen Ärger", kündigt Schmidt an.

Landrat Schmidt sieht im regional verankerten NVV eine ideale Organisationsgröße zwischen greifbaren Ansprechpartnern vor Ort für die 112 Städte und Gemeinden und die fünf Landkreise. Auch finanziell sei der NVV in der Lage, Projekte wie die RegioTram, die Wiederinbetriebnahme des Bahnhofs Eschwege oder den Lückenschluss zwischen Korbach und Frankenberg zu ermöglichen. Der NVV sei Ansprechpartner und Mobilitätsberater der Kreise und Kommunen und schafft so Gestaltungsmöglichkeiten, die ein fusionierter Hessenverbund nicht leisten kann.

Statt über Fusionen nachzudenken, spricht sich der NVV-Aufsichtsratsvorsitzende dafür aus, dass NVV und RMV weiter eng zusammenarbeiten und alle wichtigen Projekte koordinieren müssen. So könnten beide Verbünde auch weiterhin erfolgreich für alle Teile Hessens arbeiten.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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