Landkreis Leer | Presseinformation

Angehörige sind der größte Pflegedienst

Jahresrückblick 2012, Teil 2: Landrat Bramlage dankt pflegenden Frauen und Männern/Beruf und Pflege, Beruf und Kinder unter einen Hut bringen

27. Dezember 2012.

Der größte Pflegedienst im Landkreis Leer sind die Angehörigen. Die Hälfte der gebrechlichen alten Menschen wird zu Hause gepflegt. „Dafür gebührt den pflegenden Frauen und Männern unsere Anerkennung und unser Dank“, sagt Landrat Bernhard Bramlage in seinem Jahresrückblick. 

Die Menschen werden älter. Damit wächst auch die Zahl der Pflegebedürftigen. In Ostfriesland brauchen gegenwärtig vier von 100 eine Pflege. Der Landkreis Leer stellt sich auf mehr alte Menschen ein, achtet jedoch darauf, mit seinen Konzepten und Projekten Jung und Alt gleichzeitig zu berücksichtigen. Er investiert deshalb in Betreuung, Pflege und Hilfen für Alte und in Schule und Bildung für junge Menschen und Erwachsene. Bramlage: „Wir leisten eine generationenfreundliche Standortförderung, zu der Wirtschaft, Kultur und Freizeit gehören. Wir brauchen den Mehrwert für Jung und Alt.“

Immer mehr arbeitende Frauen und Männer stehen vor dem Problem, nicht nur Beruf und Kinder zu vereinbaren, sondern auch Beruf und Pflege unter einen Hut zu bringen. Die Sandwich-Generation, die mit ihrer Arbeit den Wohlstand erwirtschaftet, sieht sich nach der Kindererziehung häufig vor der Aufgabe, sich um die Pflege der alten Eltern zu kümmern.

Fast die Hälfte der Menschen, die hilfs- oder pflegebedürftige Eltern, Kinder oder Lebenspartner habe, sind berufstätig. Nicht wenige geben deshalb ihren Beruf auf oder schränken ihn ein. Andere wiederum wechseln den Arbeitgeber, der ihnen hilft, den beruflichen und familiären Ansprüchen gerecht zu werden.

Bramlage: „Beruf und Pflege sind eine gemeinsame Aufgabe für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Beide haben einen Gewinn, wenn es gelingt.“ Der Arbeitnehmer beugt einer Überbelastung vor, der Arbeitgeber behält einen guten Mitarbeiter, den er in Zeiten des demografischen Wandels nicht einfach ersetzen kann.

Der Pflegestützpunkt und das Seniorenservicebüro des Landkreises steht unter 0491 926-1600 kostenlos mit Rat und Tat zur Verfügung. Auch der vom Landkreis unterstützte Familienservice Weser-Ems ist eine gute Adresse.


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