02. Januar 2013.
Neue Heizungen, Luftkollektoren, Mauerdämmungen, Lampen, Fenster, Fassaden und Dächer: Der Landkreis Leer tut viel, um Heiz- und Stromkosten zu sparen. So rüstet er nach und nach seine Schulen energetisch um. In diesem Jahr waren die Möörken-, Gutenberg-, Friesen- und Pestalozzischule in Leer, die Wilhelm-Busch-Schule in Hesel, das Schulzentrum Collhusen, die Phönixschule in Weener und Teile der Berufsbildenden Schulen in Leer an der Reihe.
Collhusen und die Oberschule in Remels erhielten neue Räume für Physik und Chemie, am Teletta-Groß-Gymnasium in Leer wurde die Sporthalle abschließend saniert. Vorgesehen sind dort noch Abriss und Neubau der kleinen Halle. In den Schulen Kloster Barthe Hesel, Brinkum, Borkum und in den Berufsbildenden Schule in Leer wurden WC-Räume saniert. Im Ubbo-Emmius-Gymnasium baute der Landkreis die Musikräume um und stattete sie mit einer kleinen Bühne und neuer Technik aus. Die Pestalozzischule in Weener freut sich über eine Mensa. Auf den Dächern der Sporthallen der BBS-Sporthalle in Leer und des Schulzentrums Rhauderfehn sorgen neuerdings Photovoltaikanlagen für Strom.
Das größte Bauprojekt 2012 war der neue Busbahnhof am Schulzentrum Rhauderfehn, wo zehn Buslinien gebündelt werden. An den Berufsbildenden Schulen II in Leer wird gegenwärtig an einer Erweiterung der Buszufahrt gebaut. Ins Geld ging auch ein Verbindungstrakt an den Berufsbildenden Schulen I.
In Logabirum baute der Landkreis die Werkstatt des Straßen- und Tiefbauamtes aus und richtete eine moderne Malerwerkstatt ein.
Alles in allem investierte der Landkreis 13 Millionen Euro in Bau- und Sanierungsprojekte.
> Altpapier mit kleinem CO2-Ausstoß
Viele Menschen im Landkreis Leer bringen ihre Haushaltsabfälle zu einem der fünf Recyclinghöfe des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises oder direkt auf die Deponie nach Breinermoor. Im Jahr kommen rund 2700 Tonnen zusammen.
Der Abfallwirtschaftsbetrieb will alle Recyclinghöfe in eigener Regie und mit eigenem Personal führen. In Remels, Cirksenastraße 12, in Neermoor, Borgwardring 9, und in Hesel, An der Fabrik, wird dieses Prinzip seit Juli 2012 umgesetzt. Auf dem Recyclinghof in Filsum ist schon seit Jahren ein Landkreismitarbeiter tätig. Die Bewohner des südlichen Landkreises können die Deponie Breinermoor ansteuern. Im Rheiderland sucht der Abfallwirtschaftsbetrieb noch nach einer Lösung.
Seinen Ruf als nachhaltig wirtschaftendes öffentliches Unternehmen wurde dem Abfallwirtschaftsbetrieb jüngst mit einem Preis im Wettbewerb „Innovation schafft Vorsprung“ bestätigt. Dieser Preis wird vom Bundes-Wirtschaftsministerium und vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik ausgelobt. Sie zeichnen damit gelungene Innovationen im öffentlichen Beschaffungswesen aus. Dabei geht es um die Verknüpfung von Wirtschaft und Ökologie.
Bis 2010 hat der Abfallwirtschaftsbetrieb bei Ausschreibungen für die Altpapier-Entsorgung auf die Punkte Wirtschaftlichkeit und Entsorgungssicherheit geachtet. Seitdem nimmt die Umweltverträglichkeit der Altpapierverwertung einen gleichwertigen Rang ein. „Verminderung von Treibhaus-Emissionen“ heißt jetzt das dritte Kriterium. Landrat Bernhard Bramlage in seinem Jahresrückblick: „Die Angebote hatten ein hohes Umweltschutz-Niveau. Der Bieter mit dem geringsten Kohlendioxid-Ausstoß hat den Zuschlag bekommen.“
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