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Hanau, 14. Januar 2013
Sichere Zukunft für den Love Family Park
Magistrat schlägt Parlament Herausnahme des Geländes aus dem Landschaftsschutzgebiet vor

Um das klare Bekenntnis  des Parlaments für den Love Family Park in Hanau zu untermauern, hat der Magistrat auf Vorschlag von Oberbürgermeister Claus Kaminsky beschlossen, beim Regierungspräsidium Darmstadt zu beantragen, das Veranstaltungsgelände aus dem Landschaftsschutzgebiet „Hessische Mainauen“ herauszunehmen.  Die Stadtverordnetenversammlung hat darüber am 28. Januar zu entscheiden.

Der Standort in Großauheim garantiere höchste Sicherheit für die Besucherinnen und Besucher des deutschlandweit bekannten  und beliebten Techno-Musikfestivals, so Kaminsky. Zu der Großveranstaltung an einem Sonntag  im Juli reisen  rund 20.000 Fans elektronischer Musik  aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland in die Brüder-Grimm-Stadt. „Es gibt keine Alternative zum Standort  auf den Großauheimer Mainwiesen, die zum einen  unsere hohen Sicherheitsstandards erfüllen und  zum anderen so gut mit öffentlichen Verkehrmitteln erreichbar ist“, betont Claus Kaminsky. 80 Prozent der Fans reisen mit Bus und Bahn an. Er stützt sich dabei auch auf die Aussagen von Polizei, Feuerwehr, DRK und Ordnungsamt. Die Sicherheit habe für alle Beteiligten höchste Priorität. „Hier sind wir zu keinen Kompromissen bereit“, so der Oberbürgermeister. 

Da das Veranstaltungsareal Teil des Landschaftsschutzgebiets „Hessische Mainauen“ ist, bedurfte es in der Vergangenheit jedes Jahr einer Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde, die stets mit zahlreichen Auflagen zum Schutz von Flora und Fauna verbunden war.  Eine dauerhafte Genehmigung zu erreichen, wie von Oberbürgermeister Claus Kaminsky  und Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold ursprünglich angestrebt, halten diese zwischenzeitlich für unwahrscheinlich, wie Kaminsky aus den „eher kritischen“ Stimmen aus Wiesbaden schließt. Klarheit brachte dann das naturschutzfachliche Gutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hatte. Die Untersuchungen hatten ergeben, dass  der Love Family Park langfristig negative Veränderungen in der Tier- und  Pflanzenwelt verursacht, die sich nur schwer revidieren ließen.

„Unser einziger Weg, das renommierte Technofestival dauerhaft in  Hanau zu halten und dem Veranstalter cosmopop endlich Planungssicherheit zu geben, ist das Herauslösen der fünf Hektar großen  Veranstaltungsfläche aus dem Landschaftsschutzgebiet“, so Kaminsky. Das entspreche in etwa 0,2 Prozent des Landschaftsschutzgebiets „Hessische Mainauen“, das mit seiner Fläche von etwa 2575 Hektar zu den 20 größten in Hessen gehöre. Es umfasst die Auen des Mains und angrenzende Bachtäler auf den Gebieten der Städte  Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach, Hanau und Rüsselsheim sowie der Landkreise Groß-Gerau, Main-Taunus, Main-Kinzig und Offenbach.

Die herauszunehmende Fläche soll auch in Zukunft  ausschließlich einmal im Jahr für den Love Family Park genutzt werden, „denn das Auensystem muss auch weiterhin unter unserem Schutz stehen““, so der Oberbürgermeister. „An den strengen Auflagen für den Veranstalter  wird deshalb nicht gerüttelt.“  Der Erhalt der für den Landschaftsraum typischen Auenlandschaft und die durch unterschiedliche Durchfeuchtungsstufen bestimmte Wiesen- und Ufervegetation werde gewährleistet.  Darüber hinaus könne die betroffene Wiesenfläche auch in Zukunft unter naturschutzfachlicher Beobachtung stehen, um zum Schutz von Tieren und Pflanzen gezielt eingreifen zu können.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Andrea Freund, Telefon 06181/295-488


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