Landkreis Leer | Presseinformation

Konstant abwärts

Zentrum für Arbeit: Niedrigste Arbeitslosenzahl für einen Januar seit Einführung des SGB II

08. Februar 2013.

Auf den ersten Blick ist schwer erkennbar, was Beachtliches im neuesten Leeraner Kreisreport der Bundesagentur für Arbeit steckt. Statistik, Kennzahlen und Fachchinesisch erschweren die Sicht. Doch hinter trockenen Zahlenreihen verbirgt sich eine lebensnahe Erfolgsgeschichte: Seit Einführung des SGB II waren im Monat Januar noch nie so wenige Arbeitslose gemeldet. zum ersten Mal sind beim Zentrum für Arbeit (ZfA) des Landkreises Leer weniger Arbeitslose in der Betreuung als bei der Agentur für Arbeit. 

Beide Behörden haben die Aufgabe, Arbeitslose wieder in Beschäftigung zu bringen. Der Unterschied ist, die Arbeitsagentur kümmert sich um Menschen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, das ZfA betreut diejenigen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben und damit auch hilfebedürftig sind.

Im vergangenen Januar waren im Kreis Leer 5947 Menschen ohne Arbeit. Davon 3117 aus dem Bereich der Arbeitsagentur und 2830 aus dem des ZfA. Im Vorjahresmonat tauchten in der Statistik noch 3592 Fälle auf. „Damit haben wir einen Rückgang von 21,2 Prozent zu verzeichnen“, freut sich Landrat Bernhard Bramlage. „762 Menschen mehr können wieder zur Arbeit gehen und Geld für sich und ihre Familien verdienen. Die gute Entwicklung ist für alle Hilfe-Empfänger im Landkreis Leer ein wichtiges und positives Zeichen“.

Vor acht Jahren hat sich der Landkreis dafür entschieden, das Vermitteln, Betreuen und Qualifizieren von Beziehern von Arbeitslosengeld II als Optionskommune selber in die Hand zu nehmen. Bramlage: „Diesen Schritt haben wir nie bereut. Als Landkreis sind wir nah an den Menschen, und wir können uns auf die Bedürfnisse jedes Arbeitslosen eingehen. Die Suche nach einem Arbeitsplatz haben Hilfeempfänger gemeinsam, doch die Voraussetzungen, Bedürfnisse und Fähigkeiten sind immer anders. Die guten Vermittlungsergebnisse geben uns Recht. Das Optionsmodell ist bei uns ein Erfolgsmodell.“

Das macht sich auch finanziell bemerkbar. Die Rechnung ist einfach: Je weniger Bedarfsgemeinschaften, desto geringer die Soziallasten des Landkreises.

Zurzeit sind 10.283  Menschen (Erwachsene und Kinder) in 5.180 Bedarfsgemeinschaften im Kreis auf Hilfen zum Lebensunterhalt angewiesen.  30,86 Millionen Euro an Arbeitslosengeld II und Sozialgeld wurden im letzten Jahr durch das ZfA ausgezahlt. Im Vergleich zum Jahr 2011 6,6 Prozent weniger.

Eine Erklärung, warum das Zentrum für Arbeit so gute Zahlen aufweisen kann, hat dessen Leiter Andreas Epple: „Im Landkreis Leer gibt es weiterhin eine Zunahme bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Zudem konnte das ZfA durch eine intensivere Betreuung der Langzeitarbeitslosen im Aktivzentrum mehr Menschen in Arbeit vermitteln.“


presse-service.de Landkreis-Leer ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.

Landkreis Leer
Bergmannstraße 37
D-26789 Leer


Telefon: +49 (0) 491 / 926-1254
Telefax: +49 (0) 491 / 926-1200
E-Mail: pressestelle@landkreis-leer.de