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| Magdeburg, 13. Februar 2013
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AG „Menschen mit Behinderungen“ berät Entwurf für neue Dringlichkeitsliste
62. Sitzung der AG Menschen mit Behinderungen am 21. Febr.
Ottostadt Magdeburg.
Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen trifft sich am Donnerstag, dem 21. Februar 2013, um 13.30 Uhr zu ihrer 62. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt. Auf der Tagesordnung steht eine neue Dringlichkeitsliste zur Barrierefreiheit. Ständige Schwerpunktthemen der Sitzung sind die barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit städtischer Einrichtungen und der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere des ÖPNV.Dazu berichten regelmäßig die Magdeburger Verkehrsbetriebe sowie das Stadtplanungsamt und das Tiefbauamt. Im Mittelpunkt der Februarsitzung wird der Entwurf einer neuen Dringlichkeitsliste zur Verbesserung der Barrierefreiheit für die Landeshauptstadt Magdeburg stehen. Der Stadtrat hatte auf Anregung der Arbeitsgruppe bereits in den Jahren 2005, 2007 und 2011 solche Listen als konzeptionelle Handlungsempfehlung beschlossen. „Diese Liste soll nach dem Stadtratsbeschluss nach zwei Jahren auf den Prüfstand“, so Magdeburgs Behindertenbeauftragter Hans-Peter Pischner. Der neue Entwurf enthält eine Reihe von Objekten, Gebäuden und Verkehrseinrichtungen, die nach Auffassung von mobilitätseingeschränkten Menschen dringend barrierefrei gestaltet werden müssten, darunter auch den Stand der Planung barrierefreier Haltestellen der MVB. „Natürlich sind das Vorschläge, deren Umsetzung Zeit braucht und von der Verfügbarkeit der notwendigen finanziellen Mittel abhängt“, meint Pischner. Der Rückblick auf die Dringlichkeitslisten aus den Jahren von 2005 bis 2011 zeigt aber, dass bereits eine Reihe der dort aufgeführten Barrieren beseitigt werden konnten. Hintergrund: An der kommunalen AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich Mitglieder von Behindertenverbänden und –vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive. Die AG war 1999 als beratendes Gremium und Forum für die Belange behinderter Menschen gegründet worden. In Sachsen-Anhalt leben derzeit ca. 175.500 anerkannte Schwerbehinderte (7,6 % der Bevölkerung). In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2011 rund 18.000 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,7 %), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind bis zu 25.000 Menschen betroffen (11 %). Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 10.200 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), Schätzungsweise 2.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 322 sind blind, 200 gehörlos und ca. 4.400 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten ca. 2.200 Menschen (Merkzeichen H). Über 2.400 Magdeburger waren bisher aufgrund von seh- oder Hörbehinderung oder schwerer Behinderung und deshalb stark eingeschränkten Teilhabemöglichkeiten von der Rundfunkgebührenpflicht befreit (Merkzeichen RF). Sie müssen künftig einen „ermäßigten Beitrag“ zahlen. Fast 60 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter, während nur 2 % jünger als 18 Jahre sind 52,1 % der Behinderten sind weiblich. In den beiden Magdeburger Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind fast 1.000 Betroffene beschäftigt. Rund 900 Menschen mit Behinderungen leben in stationären Einrichtungen (Heime bzw. Wohnstätten an den Werkstätten). Etwa 6.000 Magdeburger sind pflegebedürftig, rund 2.600 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt, die übrigen in der Familie oder von ambulanten Pflegediensten. Nähere Informationen: Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter, Telefon 0391/540 2342 E-Mail: behindert@magdeburg.de
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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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