Kaufungen. 25 neue Fahrbegleiter der Integrierten Gesamtschule in Kaufungen haben ihre Ausweise nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erhalten. „Mit dieser Ausbildung seid ihr Experten im Bereich Konfliktbewältigung und Streitschlichtung – etwas, was ihr nicht nur im Bus oder in der Bahn benötigt, sondern auch für den Rest eures Lebens“, betont Landrat Uwe Schmidt. Das Engagement der Fahrbegleiter sei beispielhaft und führe dazu, dass die Fahrt von und zur Schule in Bussen und Straßenbahnen für Nutzer und die Fahrer stressfreier wird. Deshalb unterstütze der Kreis die Ausbildung an den Schulen im Kreis auch finanziell. Die pro Lehrgang entstehenden Kosten von rund 4.000 Euro werden daher vom Landkreis Kassel getragen. Die Ausbildung der Busbegleiter wurde in der bereits gewohnten guten Qualität von dem Verkehrsunternehmen Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) organisiert.
„Die neue und nunmehr 9. Generation der Fahrbegleiter an unserer Schule zeigt, dass sich Jugendliche engagieren und dass sie selbst Verantwortung übernehmen“, ergänzt Schulleiterin Ursula Fiedler, die darauf hinweist, dass die IGS Kaufungen die erste Schule im Landkreis war, die Fahrbegleiter ausgebildet hat.
Der Kaufunger Bürgermeister Arnim Roß beglückwünscht die neuen Fahrbegleiter: „Ihr beweist mit eurem Engagement Mut, sich gegen Gewaltanwendung einzusetzen“.
„Das Bild, das heute oft von Jugendlichen gezeichnet wird, ist falsch – ihr seid das beste Gegenbeispiel“, lobt Michael Grieneisen, Jugendkoordinator des Polizeipräsidiums Nordhessen die neuen Busbegleiter. Die Fahrbegleiter engagierten sich in der Gewaltprävention. Grieneisen: „Wer wegschaut, mache sich mitschuldig – aber ihr schaut hin!“ Für Zivilcourage hätten die engagierten Jugendlichen allerdings keinen Alleinvertretungsanspruch. „Da sind wir alle gefordert“, so Grieneisen weiter.
Der Übergabe der Zertifikate über die erfolgreich absolvierte Ausbildung war ein Lehrgang vorausgegangen, in dem die Schüler von Trainern der KVG intensiv geschult wurden. „Der Lehrgang schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Schüler für ihre neue Aufgabe als Fahrzeugbegleiter fit gemacht werden“ erläutert Birgit Schaumburg von der KVG. Während des Lehrgangs wurden die neuen Fahrzeugbegleiter in Deeskalation und Konfliktbewältigung geschult. Außerdem wurden den Acht- und Neuntklässlern Strategien zum neutralen Verhalten sowie Kommunikationstechniken und Körpersprache näher gebracht. Schaumburg: „Der Lehrgang hat uns und den Teilnehmern wieder richtig Spaß gemacht“. Der Dank des Ausbildungsteams ging an Günther Müller-Ackerhans, der das Fahrzeugbegleiter-Projekt von Anfang an begleitet.
Hintergrund:
Ausgebildete Fahrzeugbegleiter gibt es an allen Gesamtschulen im Landkreis Kassel.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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