Pressemitteilung vom11. März 2013
Erfolgreiche EU-Förderbilanz in der ländlichen Regionalentwicklung

Region Kassel. „Seit 2008 wurden mehr als 120 Projekte in den beiden Förderregionen „Casseler Bergland“ und KulturLandschaft HessenSpitze“ umgesetzt“, ziehen Landrat Uwe Schmidt und der Vorsitzende des Vereins Region Kassel-Land e.V., der Wolfhager Bürgermeister Reinhard Schaake, zufrieden Bilanz der 2013 auslaufenden Förderperiode. Insgesamt seien so Fördermittel in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro in die Region geflossen mit denen Investitionen in Höhe von 17 Millionen Euro angestoßen wurden. „Es hat sich bewahrheitet, dass auf jeden Euro Förderung weit mehr als die vierfache Investitionssumme kommt“, so Landrat Schmidt. „Diese Gelder bleiben in der Region und unterstützen so die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort“, ergänzt Bürgermeister Schaake. Hier werde für die Bürger begreifbar, welche positiven Auswirkungen europäische Förderprogramme haben können.

 

Hauptziel der mit EU-Mitteln geförderten ländlichen Regionalentwicklung ist die Unterstützung von kleineren Projekten in den Kommunen. Schmidt: „Die Förderung greift da ein, wo den kommunalen Haushalten, kleinen Vereinen aber auch kleinen Unternehmen häufig Grenzen gesetzt sind“. Dies werde bei der Unterstützung von Existenzgründungen und Betriebserweiterungen deutlich, mit denen die Schaffung eines zusätzlichen Arbeitsplatzes verbunden sind.

 

 

 

 

Die Bandbreite reichte in den vergangenen fünf Jahren dabei von der Einrichtung eines Pflege- und Gesundheitszentrums in Nieste über die Starthilfe für eine Kaffeerösterei in Gudensberg (das zusammen mit Niedenstein und Edermünde zur Förderregion „Casseler Bergland“ gehört) bis hin zur Betriebserweiterung eines Zimmereibetriebs in Grebenstein.

 

Ein weiteres Betätigungsfeld der ländlichen Regionalentwicklung sind Machbarkeitsstudien, die im Vorfeld klären sollen, welche Projekte wie realisiert werden können. „Das hört sich bei der Förderung häufig theoretisch an – dahinter stehen aber fast immer spannende Projekte“, betont Schmidt. So sei der Neugestaltung des Informationszentrums im Tierpark Sababurg eine Machbarkeitsstudie vorausgegangen. Gleiches gelte für den Umbau einer historischen Scheune zur Kulturscheune in Liebenau und die Weiterentwicklung der Musikschule Wolfhager Land.

 

Ein wichtiger Fördertatbestand waren die Eco Pfade im Landkreis Kassel. „Das wir aktuell 24 Eco Pfade haben und dass noch in diesem Jahr weitere sieben dazukommen, ist ganz eindeutig der Förderung aus EU-Mitteln zu verdanken“, so der Landrat weiter. Kultur spiele in der ländlichen Regionalentwicklung „sowieso eine große Rolle“, ergänzt Bürgermeister Schaake. Dies zeigten Förderbeispiele wie die Freilichtbühne Gudensberg, die Lichtanlage für die Klosterspiele Merxhausen in Bad Emstal und das Projekt „Sinnesgänge“ im Ziegeleimuseum Kaufungen.

 

Im Bereich der Verbesserung der touristischen Infrastruktur hoben Schmidt und Schaake die Förderung für das Informations- und Besucherzentrum des Naturparks Habichtswald auf dem Dörnberg und den Klosterladen an der Klosterkirche Lippoldsberg in Wahlsburg hervor. „Größere Projekte, die bereits voll in die Tourismusvermarktung eingebunden sind, waren der Grimmsteig und der Habichtswaldsteig sowie der hessische Teil des Weserberglandwegs“, informieren Landrat und Bürgermeister. Außerdem wurden E-Bikes für den Fahrradpool Weser-Diemel und für ein Hotel in Wolfhagen mit EU-Hilfe angeschafft. „Gerade für kleinere touristische Betriebe ist die Förderung sehr hilfreich“, so Schmidt und Schaake weiter. In Oberweser wurde ein Hotelbetrieb am Radweg R 1 umgebaut und in Naumburg fanden Investitionen im Bereich „Urlaub auf dem Bauernhof“ statt – außerdem wurden Wohnmobilstellplätze in Grebenstein und Edermünde gefördert.

Ein weiteres Beispiel für die Nachhaltigkeit der EU-Förderung seien die insgesamt 14 Biomasse-Projekte, die mit Mitteln der ländlichen Regionalentwicklung gefördert wurden. Allein im Norden und Westen des Landkreises Kassel seien so Investitionen in Höhe von neun Millionen Euro angestoßen worden.

 

Auch im letzten Förderjahr 2013 werden noch „interessante Projekte realisiert werden“, so Landrat und Bürgermeister weiter. Es seien noch 20 Vorhaben im Antrags- und Bewilligungsverfahren, die erneut alle Bereiche des Förderspektrums abdecken. „Wir gehen davon aus, dass es auch nach 2013 wieder eine erneute Förderperiode mit EU-Mitteln für unsere Region geben wird“, informieren Schaake und Schmidt. Allerdings seien die konkreten Rahmenbedingungen noch nicht klar. Sicher sei jedoch, dass das Jahr 2014 ein „Übergangsjahr“ werden wird: „Die Erfahrungen zeigen, dass das erste Jahr einer neuen Förderperiode hauptsächlich dafür genutzt werden muss, um die Entwicklungsziele für die jeweiligen Förderregionen zu formulieren“. Die gute Arbeit des Vereins Region Kassel-Land e.V. bei der Koordinierung der Förderregionen und bei der Beratung der Antragsteller werde „sicher wieder einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass auch von 2014 bis 2021 eine erfolgreiche Förderperiode in unserer Region stattfinden wird“, ist sich Landrat Schmidt sicher.

 

Hintergrund:

Die Entwicklungsregion „Casseler Bergland“, die aus dem ELER-Programm finanziert wird, besteht aus 13 Kommunen im Süden und Osten des Landkreises Kassel sowie drei Kommunen aus dem nördlichen Schwalm-Eder-Kreis mit rund 126.000 Einwohnern. Hier wurden von 2008 bis 2012 35 Projekte mit einer Förderung von rund 750.000 Euro und einer Gesamtinvestitionssumme von knapp 3,3 Mio. Euro gefördert.

 

Die „KulturLandschaft HessenSpitze“ besteht aus 19 Kommunen im Norden und Westen des Landkreises Kassel mit rund 140.000 Einwohnern. Hier wurden 83 Projekte mit einer Förderung von rund 2,7 Mio. Euro und einer Gesamtinvestitionssumme von 14 Mio. Euro gefördert.

 

Öffentliche Träger erhalten in der Regel 60 Prozent der anrechenbaren Nettokosten bis zu einer Höhe von 150.000 Euro als Förderung. Private Antragsteller erhalten 30 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 30.000 Euro.

 

Ansprechpartnerin beim Verein Region Kassel-Land e.V. ist Ute Raband, Tel.: 05692/987-3263, Mail: u.raband@region-kassel-land.de.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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Auf dem Foto freuen sich der Wolfhager Bürgermeister Reinhard Schaake, Regionalmanagerin Ute Raband und Landrat Uwe Schmidt.


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