Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 09. April 2013

AG Menschen mit Behinderungen berät über barrierefreien Nahverkehr

63. Sitzung der AG Menschen mit Behinderungen am 18. April

 

 

Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt trifft sich am Donnerstag, dem 18. April 2012, 13.30 Uhr zu ihrer 63. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt.

 

Im Mittelpunkt der  Sitzung soll die Verbesserung der Barrierefreiheit des öffentlichen Personennahverkehrs in Magdeburg und seiner Schnittstellen mit dem Umland im Rahmen des Verkehrsverbundes MAREGO stehen. Eingeladen sind dazu Vertreter der Nahverkehrsservice GmbH (NASA), von MAREGO und die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB).

 

Der Behindertenbeauftragte Hans-Peter Pischner wird außerdem seinen Jahresbericht für das Jahr 2012 vorstellen, der Informationen über die Situation der Menschen mit Behinderungen aus verschiedenen Lebensbereichen beschreibt.

 

Hintergrund:

An der kommunalen AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich Mitglieder von Behindertenverbänden und -vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive. Die AG war 1999 als beratendes Gremium und Forum für die Belange behinderter Menschen gegründet worden.

 

In Sachsen-Anhalt leben derzeit 175.220 anerkannte Schwerbehinderte (Stand 31.12.2012). Das sind 7,6 % der Bevölkerung. In der Landeshauptstadt sind mit Stand Dez. 2012 rund 17.000 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,3%), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind bis zu 25.000 Menschen betroffen (11 %).

 

Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 9.300 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), schätzungsweise 2.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 309 sind blind, 201 gehörlos und ca. 4.100 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten 2.054 Menschen (Merkzeichen H). Fast 2.300 Magdeburger waren bisher aufgrund von seh- oder Hörbehinderung oder schwerer Behinderung und deshalb stark eingeschränkten Teilhabemöglichkeiten von der Rundfunkgebührenpflicht befreit (Merkzeichen RF).

Sie müssen seit 2013 einen „ermäßigten Beitrag“ zahlen. Etwa 58% der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter, während nur 2,1% jünger als 18 Jahre sind, 52,1% der Behinderten sind weiblich.

 

An den beiden Magdeburger Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind über 1.000 Betroffene beschäftigt. Rund 900 Menschen mit Behinderungen leben in stationären Einrichtungen (Heime bzw. Wohnstätten an den Werkstätten). Etwa 6.000 Magdeburger sind pflegebedürftig, rund 2.600 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt, die übrigen in der Familie oder von ambulanten Pflegediensten.

 

Nähere Informationen:

Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter, Telefon 0391/540 2342

E-Mail: behindert@magdeburg.de




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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
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