Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 17. April 2013

Botschafter der Republik Bulgarien trug sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein

Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch empfing S.E. Radi Naidenov

Magdeburgs Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch empfing heute im Alten Rathaus den Botschafter der Republik Bulgarien, S.E. Radi Naidenov. Während seines Besuches trug sich der Diplomat in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.

 

Mit Radi Naidenov hat sich bereits zum zweiten Mal ein Botschafter Bulgariens in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg eingetragen. Der bulgarische Botschafter wurde am 24. August 1962 in Sofia geboren und studierte Internationale Beziehungen an der Universität für National- und Weltwirtschaft in Sofia.

 

Von 1990 bis 1992 war er als Mitarbeiter in der außenpolitischen Abteilung des Bulgarischen Volksbauernbundes (BZNS) und anschließend als außenpolitischer Experte im Verteidigungsministerium tätig. Es folgten Tätigkeiten als Skandinavien-Referent, Deutschland-Referent, dritter Sekretär der Botschaft in Bern, dritter und zweiter Botschaftssekretär im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten (MfAA) sowie als erster Sekretär der Botschaft in Berlin.

 

Von 2001 bis 2002 war Radi Naidenov stellvertretender Verteidigungsminister und von 2002 bis 2005 Kabinettschef des Premierministers Simeon von Sachsen-Coburg und Gotha. Anschließend war er für sieben Jahre außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter in Österreich und in der Zwischenzeit auch außenpolitischer Berater im Kabinett des Außenministers sowie ständiger Sekretär des MfAA. Am 24. Februar 2012 wurde er zum Botschafter der Republik Bulgarien in der Bundesrepublik Deutschland ernannt.

 

In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche wirtschaftliche Kontakte zwischen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg und der Republik Bulgarien. Zu den Außenwirtschaftsaktivitäten der IHK gehören vor allem Präsentationen mit einem Firmengemeinschaftsstand auf der „Internationalen Technischen Messe“ in Plovdiv sowie die regelmäßige Durchführung von Länderberatungstagen und Wirtschaftstagen. Zudem wurden mehrere bulgarische Delegationen in Magdeburg empfangen. Im September 2012 nahm die IHK Magdeburg am Empfang der bulgarischen Auslandshandelskammer anlässlich des 20. Jahrestages ihrer Gründung in der Deutschen Botschaft in Sofia teil. Seit Januar 2009 ist die IHK Magdeburg dort auch Mitglied.

 

Auch die Zusammenarbeit im wissenschaftlichen Bereich ist stark ausgeprägt. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg unterhält Kooperationsbeziehungen zu drei  bulgarischen Universitäten. Derzeit sind 80 Studenten und 14 Promotionsstudenten aus Bulgarien an der Otto-von-Guericke-Universität eingeschrieben. Darüber hinaus verfügt die Otto-von-Guericke-Universität über Austauschvereinbarungen mit sieben bulgarischen Universitäten.
Die Hochschule Magdeburg-Stendal unterhält Kooperationsbeziehungen zu zwei bulgarischen Universitäten. Ein bulgarischer Vollstudierender ist derzeit im Studiengang „Journalistik/Medienmanagement“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal eingeschrieben.

 

Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg

Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Eingerichtet wurde es während der Amtszeit von Oberbürgermeister Hermann Beims. Mitglieder des Magistrats trugen sich am 10. Mai 1931 als Erste in das Buch ein.

 

Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.

 

Zu den Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch eingetragen haben, gehören Politiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Johannes Rau, die langjährigen Bundeskanzler Helmut Kohl und Gerhard Schröder, die ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages Rita Süßmuth und Wolfgang Thierse, frühere oder heutige Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher, Theo Waigel und Wolfgang Tiefensee, ehemalige Ministerpräsidenten wie Gerhard Glogowski, Oskar Lafontaine und Wolfgang Böhmer sowie zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt.

 

Im Goldenen Buch verewigt haben sich außerdem die ehemalige Generalbundesanwältin Monika Harms, der langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, frühere und heutige Oberbürgermeister der Magdeburger Partnerstädte wie Werner Steffens und Gert Hoffmann (Braunschweig) sowie Bill Purcell (Nashville), die Magdeburger Ehrenbürger Igor Belikow, Heinz Gerling und Willi Polte, frühere Magdeburger Bürgermeister und Beigeordnete wie Bernhard Czogalla, Dieter Steinecke, Susanne Kornemann-Weber, Werner Kaleschky, Beate Bröcker und Klaus Puchta, die Ehrenstadträte Frithjof Berfelde, Reinhold Krampitz, Rainer Löhr, Martin Hoffmann, Gerhard Heinl, Johannes Rink, Eberhard Seifert, Hans-Werner Brüning, Gerald Grünert und Walter Meinecke, der Ehrenortschaftsrat Adolf Lingener sowie 21 ehemalige Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter die Schriftstellerin Nomi Rubel.

 

In den zurückliegenden Jahren wurden mit einer Eintragung im Goldenen Buch auch der Sohn von Ernst Reuter, Edzard Reuter, der langjährige Bischof Leo Nowak, die mit dem Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" geehrte Österreicherin Gertraud Knoll, der nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verfolgte und inhaftierte Magdeburger Horst Linowski, der erste Deutsche im Weltall Sigmund Jähn, die UNO-Friedensbotschafterin und Schimpansenforscherin Jane Goodall sowie erfolgreiche Sportler wie die Olympiasieger Dagmar Hase, Andreas Ihle, Manuela Lutze, André Willms und Mark Zabel, die Handballer des SC Magdeburg, der Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer, die Boxweltmeister Natascha Ragosina, Regina Halmich, Sven Ottke und Robert Stieglitz sowie der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Theo Zwanziger geehrt.

 

Auch Künstler und Kulturschaffende wie der Schauspieler Heinz Rühmann, der weltberühmte jüdische Pianist und Magdeburger Ehrenbürger Menahem Pressler, die Telemann-Preisträger András Székely und Nikolaus Harnoncourt, der Glasgestalter Reginald Richter und der Generalmusikdirektor a. D. Roland Wambeck bereichern mit ihren Eintragungen das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ebenso wie besonders engagierte Bürger wie der 2010 verstorbene ehemalige Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster und Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt.




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