Als Bühnenbauerinnen und Erzieher im Einsatz
Stadt Hanau beteiligte sich wieder mit 100 Plätzen am Girls und Boys Day
Welcher Beruf ist schon typisch für Männer oder typisch für Frauen? Fast alle können alle ausüben, meinte eines der 60 Mädchen, die am Girls und Boys Day der Unternehmung Stadt Hanau teilnahmen. Seit 2011 verschafft die Stadt auch Jungen die Möglichkeit, sich in Berufsfeldern umzusehen, die eher Frauen zugeordnet werden. 40 Plätze wurden für sie angeboten, die meisten davon in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und in Familienzentren.
„Bühnenbildnerin ist mein Traumberuf“, strahlt Anna. Die 14jährige Realschülerin aus Seligenstadt (14) ergatterte zusammen mit Lara (11) aus Langenselbold die zwei Girls Day-Plätze im Amphitheater. Erstmals durften Mädchen hinter die Bühnenbau-Kulissen der Brüder Grimm Märchenfestspiele schauen. Und selbst mit anpacken. Angeleitet von Bühnenbauer Lothar Lukas schraubten sie an der hölzernen Treppe, bastelten Dekoelemente aus Reisig und Styropor und beklebten die künstliche Mauer, hinter der sich der Backstage-Bereich befindet. Die zwei jungen Damen sind seit Jahren große Fans der Märchenfestspiele, die am 17. Mai beginnen. Keine Frage, dass sie mit ihren Familien mindestens eines der vier Märchen besuchen werden.
Die elf bis 15 Jahre alten Schülerinnen und Schüler beim Girls und Boys Day bei der Stadt Hanau kamen zur Hälfte aus Hanauer Schulen, die übrigen aus dem Main-Kinzig-Kreis und Frankfurt. Seit zwölf Jahren beteiligt sich die Stadt am Girls Day, denn sie bietet viele Dienstleistungen in Berufsfeldern, in denen zwar nach wie vor die Männer dominieren, mehr und mehr aber auch Frauen zu den Teams gehören, beispielsweise als Bestatterinnen, als Gärtnerinnen oder in der Informationstechnologie. Einblicke erhielten die jungen Leute in die Werkstätten der Hanauer Straßenbahn, auf dem Friedhof und in der Gärtnerei, bei der Feuerwehr, beim Ordnungsamt und im Labor der Kläranlage.
Riccoardo (14) und Eyosias (12) aus Hanau nutzten die Gelegenheit, in der Kita Dresdner Straße in den Beruf des Erziehers hineinzuschnuppern. Der Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung hatte 24 Plätze für Jungs zur Verfügung gestellt. Vertreter des männlichen Geschlechts sind rar. Riccardo und Eyosias waren vor allem bei den kleinen Mädchen sehr beliebt und konnte sich kaum retten vor Angeboten wie „willst du mal von meinem Sandeis probieren“.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Andrea Freund, Telefon 06181/295-488
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Lara (links) und Anna bei der Arbeit auf der Bühne der Brüder Grimm Märchenfestspiele. Foto: Stadt Hanau
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Riccardo und Eyosias im Sandkasten der Kita Dresdener Straße. Foto: Stadt Hanau
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