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Hanau, 13. Mai 2013
Weitere „fair handelnde“ Akteure in Hanau gesucht
Ziel ist "Hauptstadt des Fairen Handels" zu werden

Hanau will 2013 „Hauptstadt des Fairen Handels“ in Deutschland werden.  Um die Chancen dafür zu erhöhen, ruft Oberbürgermeister Claus Kaminsky Einzelhändler und Einrichtungen in der Brüder-Grimm-Stadt auf, bis 31. Mai fair gehandelte Produkte aus dem eigenen Sortiment dem Umweltzentrum Hanau zu melden. „Hauptstadt des Fairen Handels zu werden,  ist ein  ehrgeiziges Ziel, das wir schaffen können, wenn wir das vielfach vorhandene Engagement noch ein Stück zu intensivieren vermögen“, ist der OB optimistisch.

Den bundesweiten Wettbewerb um den Titel „Hauptstadt des Fairen Handels“ für Städte und Gemeinden richtet alle zwei Jahre die „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ aus und wird dabei vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.  2011 beteiligten sich 62 Kommunen mit mehr als 850 Projekten des fairen Handels, der fairen Beschaffung und des nachhaltigen Konsums.   Amtierende Hauptstadt ist Bremen, 2009 hatte sich Marburg als bundesweite Siegerin durchgesetzt.

Der Hanauer Magistrat beschloss 2011 sich am diesjährigen Wettbewerb zu beteiligen. Das Umweltzentrum als Koordinationsstelle für die Bewerbung kann bereits auf umfangreiche Aktionen im Sinne des Titels verweisen. So gehörte zur Umweltmesse 2012 in Hanau eine faire Modenschau der Gelnhäuser Schülerfirma „StoffweXel“, ebenso eine Kleider- und Handy-Tauschbörse. Seit  September 2012 wird Hanaus Einzelhandel um den „Grimms Kaffee“ bereichert, eine hundertprozentige Arabica-Bohne, fair gehandelt und biologisch angebaut.

Rathaus-Auszubildende sorgen dafür, dass städtische Jubiläums-Präsentkörbe mit Produkten aus dem fairen Handel bestückt werden. Darüber hinaus wird bei Sitzungen städtischer Gremien fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt.

Der spezielle Stadtplan  „Fairer Einkaufsführer“, 2011 ein gemeinsames Projekt von Tümpelgartenschule und Umweltzentrum, wurde jetzt als interaktiver Führer ergänzt und beinhaltet außer der Innenstadt auch Stadtteile. Auf der städtischen Homepage ist er zu finden unter   www.hanau.de/lih/umwelt/uwz/map/fairtrade.html.  Dabei wird farblich gekennzeichnet unterschieden nach den Kategorien Lebensmittel, Kleidung, Blumen, Wohnen/Geschenke/Deko, Gastronomie und Supermärkte. 

Diesen interaktiven Einkaufsführer würde Gabriele Schaar-von Römer, Leiterin des Umweltzentrums, gerne um weitere Anlaufstellen ergänzt sehen.  Der Buchladen am Freiheitsplatz und das Möbelhaus Ikea haben  bereits zurückgemeldet, dass sie ihren Kunden fair gehandeltes Kaffee zum Trinken anbieten. „Das trifft sicherlich für weitere Einzelhändler und Dienstleister zu,  die diesen Service bisher noch nicht in ihrer Eigenwerbung eingesetzt haben“,  setzt sie auf Rückmeldungen sich im Umweltzentrum zu melden. Dieses ist zu erreichen unter umweltzentrum@hanau.de oder telefonisch unter    06181 / 3049148.

Ikea setzt sich auch anderweitig im Wettbewerb um den Titel „Hauptstadt des Fairen Handels“ für Hanau ein. Denn am Tag der Umwelt, 5. Juni, bietet es an der Oderstraße eine Handy- und  eine Kleidertausch-Börse an.  OB Kaminsky wünscht sich, „dass auch andere Firmen und Geschäfte in unserer Stadt diesem guten Beispiel nacheifern“. Während an der Aktion Interessierte jeweils zwei Kleidungsstücke untereinander tauschen können , stiftet das Umweltzentrum jedem, der sein Handy zum Wiederverwerten wertvoller Rohstoffe darin abgibt, eine Gratis-Führung zu den Naturschönheiten des neuen Hanauer Grünen Rings.

Das Umweltzentrum selbst geht mit einem  weiteren guten Beispiel voran und veranstaltet am  Dienstag nach Pfingsten, 21. Mai, von 11 Uhr an eine kleine „Faire Messe“ bei sich am Philipp-August-Schleißner-Weg 2.  Dabei werden die bisherigen Projekte für die Bewerbung um denen Titel „Hauptstadt des Fairen Handels“ vorgestellt, darunter das Engagement der städtischen Auszubildenden. Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Schulen in Hanau zeigen, wie sich der faire Handel unter jungen Menschen bekannter machen lässt. Dazu gehören Filme und ein eigens von einer Schülerin geschaffener „Fairtrade-Song“. Die Zwölfklässlerinnen hatten im vorigen März mit einer Aktion auf dem Marktplatz bereits für fairen Handel geworben. OB Kaminsky hat angekündigt „eigens zur Fairen Messe zu kommen und den Einsatz junger Menschen in Hanau für fairen Handel – und damit für eine gerechtere Welt – zu würdigen“.    

 



Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266


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