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Hanau, 15. Mai 2013
Hanau als Vorreiterin kommunaler Zeitpolitik
Stadt beteiligt sich an bundesweiter Initiative „Neue Zeiten für Familie“

Familien stärken, Standorte sichern: Mit der Initiative „Neue Zeiten für Familie“ setzen sich die Spitzen deutscher Großstädte dafür ein, durch kommunale Familienzeitpolitik die richtigen Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen. Auch Hanau hat die gemeinsame Erklärung der Initiative unterzeichnet.

Zeit ist ein knappes Gut für berufstätige Eltern. Familien sind häufig von Zeitkonflikten betroffen, wenn sie familiäre Wünsche und Verpflichtungen mit beruflichen Anforderungen vereinbaren müssen. Um diese Konflikte aufzulösen, müssen Arbeits- und Betreuungszeiten gut aufeinander abgestimmt sein, Lösungen für Notfälle, Rand- und Ferienzeiten geschaffen und allgemeine Öffnungszeiten bei Rathäusern, Ärzten und Bibliotheken familienorientiert gestaltet werden. Oberbürgermeisterinnen und   Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister deutscher Großstädte haben dies erkannt und gemeinsam mit den Lokalen Bündnissen für Familie die bundesweite Initiative „Neue Zeiten für Familie“ gestartet.

„Hanau nimmt bei dem Thema kommunale Zeitpolitik  eine Vorreiterrolle ein“, betont Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Schon 2004 wurden wir Modellstadt und ausgezeichnet als Bündnis des Monats. Seitdem haben wir in verschiedenen Projekten Zeiten von öffentlichen und privaten Dienstleistern den Bedürfnissen der Menschen angepasst.  Wir streben einen Kulturwandel an. Unsere Vision ist,  dass  alle gesellschaftlichen Gruppen in ihrer Planung die Zeitwünsche von Familien selbstverständlich berücksichtigen.“  Im Jahr 1998 wurde in Hanau das Lokale Bündnis für Familien  gegründet, in dem  mittlerweile 30 Unternehmen und Institutionen, der DGB und die Kirchen vertreten sind. Schirmherr ist Claus Kaminsky.

Auch in anderen Städten wird inzwischen viel getan. Ob Angebote für die Ferien- und Notfallbetreuung, „Walking Busse“ für den Schulweg oder Arbeitszeitinitiativen – Kommunen setzen immer stärker auf Familienfreundlichkeit. Ziel der Initiative ist es nun, „Neue Zeiten für Familie“ in den Kommunen anzustoßen, Familienzeitpolitik als kommunale Aufgabe fest zu verankern und weiterzuentwickeln.

Politik, Verwaltung, Wirtschaft und viele andere Partner arbeiten dazu vor Ort gemeinsam daran, vorhandene Möglichkeiten besser zu nutzen, Vorschriften und Richtlinien familiengerechter zu gestalten und neue Maßnahmen für ein familienfreundliches Lebensumfeld zu entwickeln. In Zeiten des demografischen Wandels geht es darum, Familien gute Lebens- und Arbeitsbedingungen zu bieten, die ihnen ein gutes, dauerhaftes Zuhause ermöglichen. 

Lokale Bündnisse für Familie spielen dabei eine zentrale Rolle für die Initiative. Sie bringen die wichtigen Akteure an einen Tisch und geben ihre Erfahrungen aus den Projekten in Städten und Gemeinden zur Familienfreundlichkeit weiter. Die Lokalen Bündnisse für Familie zeigen am heutigen Tag der Familie in ganz Deutschland, wie sie mit vielfältigen Angeboten Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen.

In diesem Jahr stehen unter dem Motto „Die Familienexperten – Kinderbetreuung nach Maß“ ideenreiche Angebote im Fokus, die die Regelbetreuung der Kinder ergänzen und damit Betreuungslücken schließen. Das Hanauer Lokale Bündnis für Familien hat bereits gestern das Pilotprojekt zu einem neuen Ferienangebot im Herbst vorgestellt, das Unternehmen für die Kinder ihrer Beschäftigten organisieren. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren. Für diese Herbstferien stehen 15 Plätze zur Verfügung.  Die Mitarbeitenden können sich  darum bewerben. Die Plätze werden dann verlost.

Hintergrund

Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie Akteurinnen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Rund 670 Lokale Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv (Stand Mai 2013). Seit dem Jahr 2012 steht das Thema „Familienzeit“ im Fokus der Aktivitäten der Initiative. Die Projekte Lokaler Bündnisse tragen vielerorts dazu bei, Zeitkonflikte für Familien zu reduzieren. Wie eine kommunale Familienzeitpolitik gestaltet werden kann, erproben Lokale Bündnisse an fünf Standorten derzeit in dem von Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder gestarteten Pilotprojekt „kommunale Familienzeitpolitik“. Dabei berät die Stadt Hanau als die Kommune mit den weitestgehenden Erfahrungen in der kommunalen Zeitpolitik als eine der Expertin die Modellstädte.

Weitere Infos unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de

 



Pressekontakt: Stadt Hanau, Andrea Freund, Telefon 06181/295-488


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