
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist mit 493 Personen oder 7,6 Prozent jedoch ein deutlicher Anstieg festzustellen. Bei den Männern stiegen die Arbeitslosenzahlen um 12,1 Prozent an und bei den Frauen um 3,5 Prozent. Insgesamt sind mit 50,5 Prozent jedoch weiterhin mehr Frauen als Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Der leichte Rückgang der Arbeitslosenzahlen hat dazu geführt, dass die Arbeitslosenquote von 3,0 auf 2,9 Prozent gesunken ist. Vor einem Jahr lag sie bei nur 2,7 Prozent.
Trotz der leicht positiven Entwicklung bei der Zahl der Arbeitslosen ist im Mai ein geringfügiger Anstieg der Zahl der Bedarfsgemeinschaften zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sie sich um 18 (0,2 Prozent) auf insgesamt 11.383 Bedarfsgemeinschaften. Verglichen mit dem Vorjahrsmonat bedeutet dies einen Anstieg um 325 oder 2,9 Prozent.
Mit der Entwicklung bei den Bedarfsgemeinschaften geht ein Anstieg der Zahl der SGB II-Leistungsempfänger einher. Die Zahl stieg im Mai um 199 Personen bzw. um 0,8 Prozent. Insgesamt waren im Mai 23.633 Menschen auf Unterstützung nach dem SGB II angewiesen. Im Vorjahrsvergleich ist ein deutlicher Anstieg um 675 Personen oder 2,9 Prozent festzustellen.
Im Mai konnten 361 Personen in Erwerbstätigkeit vermittelt werden, 102 Personen mehr als im Vormonat, aber deutlich weniger als im Mai 2012. Im Handwerk und in der Industrie gab es in den vergangenen Wochen witterungsbedingt eine angestiegene Personalnachfrage. In den Branchen Lager/Logistik und im Handel sowie der Gastronomie bewegen sich die Integrationszahlen des Arbeitsmarktes auf dem Vorjahresniveau. Im Bereich Dienstleistung, insbesondere bei den Pflegeberufen, macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar.
Dennoch ist die Gesamtlage des Arbeitsmarktes nach den ersten fünf Monaten des Jahres im Kreis Steinfurt als stabil zu bezeichnen. In den nächsten Monaten ist mit einer weiteren Verbesserung der Integrationszahlen auf dem Arbeitsmarkt des Kreises Steinfurt zu rechnen. Die Industrie und das Handwerk haben ihre Nachfrage nach Arbeitskräften noch nicht ausgeschöpft und werden vermutlich auch bis zum Ende des zweiten Quartals verstärkt zusätzliche Kräfte einstellen.