Presseinformation

Nr. 220 Steinfurt, 31. Mai 2013


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KORREKTUR: Im Kreis Steinfurt leben weniger, aber junge Menschen
Ergebnisse des Zensus vorgestellt

Kreis Steinfurt. „Wir sind zwar weniger als angenommen, aber der Anteil der Kinder freut uns sehr“, kommentiert Landrat Thomas Kubendorff die Ergebnisse des neuen Zensus. Das Statistische Bundesamt hat sie heute, Freitag, 31. Mai, vorgestellt. Es ist die erste Volkszählung in Deutschland seit mehr als zwei Jahrzehnten. Auch in der Kreisverwaltung wurden die Zahlen mit Spannung erwartet und dienen für viele Planungen als Grundlage, zum Beispiel für die Versorgung Älterer oder auch insgesamt im Bereich der Kreisentwicklung, die sich vornehmlich mit den Auswirkungen des demographischen Wandels befasst.

Im Kreis Steinfurt leben 433.659 Menschen (bisher waren rund 442.000 angenommen worden). Knapp ein Fünftel davon, 19,6 Prozent, sind bis einschließlich 17 Jahre alt. Im Vergleich: Im Regierungsbezirk Münster leben 17,8 Prozent Kinder und Jugendliche dieser Altersklasse, in Nordrhein-Westfalen sind es 16,9 und in ganz Deutschland 16,3 Prozent.

Damit macht sich der demographische Wandel im Kreis Steinfurt im Vergleich zum gesamten Regierungsbezirk Münster, NRW und Deutschland deutlich schwächer bemerkbar. Mit 19,6 Prozent der Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre ist dieser Anteil im Kreis Steinfurt sogar höher als der der über 65-Jährigen mit 18,5 Prozent. Das sieht im Regierungsbezirk Münster (Anteil der über 65-Jährigen: 19,3 Prozent), in NRW (20,3 Prozent) und Deutschland (20,6 Prozent) anders aus.

„Der relativ hohe Anteil der Kinder liegt sicherlich an den guten Lebensbedingungen im Kreis Steinfurt: Eine gesunde Wirtschaftsstruktur, viele Bildungsmöglichkeiten, erschwingliches Bauland und vielfältige Freizeitmöglichkeiten lassen Menschen den Freiraum, Kinder zu bekommen“, sagt Kubendorff.

Neben der Bevölkerungszahl verrät Zensus noch vieles mehr: So stehen im Kreis Steinfurt zum Beispiel 228.030 Erwerbspersonen (davon 220.740 Erwerbstätige und 7.290 Erwerbslose) 203.620 Nichterwerbspersonen gegenüber. 26.110 Menschen haben keinen Schulabschluss, 143.940 den Haupt/Volksschulabschluss, 100.460 mittlere Reife oder einen gleichwertigen Abschluss und 91.920 Hochschul-/Fachhochschulreife.

Im Kreis Steinfurt leben 68.320 Menschen mit Migrationshintergrund. Die Meisten von ihnen sind in den Jahren 1990 bis 1999 zugezogen: „In dieser Zeit sind viele Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien zu uns gekommen“, erklärt der Landrat.

Neben der Bevölkerung wurden bei Zensus auch die Gebäude und Wohnungen gezählt. Im Kreis Steinfurt gibt es verhältnismäßig viele freistehende Häuser (72,5 Prozent) im Vergleich zum Regierungsbezirk Münster (52,7 Prozent), NRW (48,6 Prozent) und Deutschland (61,7 Prozent). Im Gegenzug sind Reihenhäuser sehr wenig vertreten (8,4 Prozent, in NRW sind es 27,7 Prozent). Mehr als die Hälfte (67.463) der 122.708 Gebäude wurden bis einschließlich 1978 gebaut.

Die durchschnittliche Fläche der Wohnungen ist im Kreis Steinfurt mit 107,4 Quadratmetern relativ hoch (Regierungsbezirk Münster: 93,5 Quadratmeter, NRW: 89 Quadratmeter, Deutschland: 90,1 Quadratmeter).

Die zahlreichen Zahlen sind im Internet einsehbar unter www.zensus2011.de.