Presseinformation

Nr. 314 Steinfurt, 31. Juli 2013


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Arbeitslosenzahl ist im Juli leicht gesunken
Entwicklungen im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)

Kreis Steinfurt. Die Zahl der Arbeitslosen (SGB II) ist im Juli geringfügig gesunken und liegt jetzt bei 6.763 Arbeitslosen, was einen Rückgang um 34 Personen oder 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat bedeutet. Während die Zahl der arbeitslosen Männer im Juli leicht gesunken ist (minus 38 Personen oder 1,1 Prozent), ist die Zahl der Frauen ohne Arbeit nahezu unverändert geblieben (plus vier Personen oder 0,1 Prozent). Dennoch liegt die Zahl der arbeitslosen Männer mit 3.301 Personen deutlich über der Zahl des Vorjahresmonats (plus 305 Personen bzw. 10,2 Prozent).

Mit 777 Personen in der Altersgruppe von 15 bis unter 25 Jahren waren 19 Personen (plus 2,5 Prozent) mehr als im Vormonat arbeitslos, im Vorjahresvergleich ist jedoch ein Rückgang um 41 Personen bzw. fünf Prozent zu verzeichnen.

Die Arbeitslosenzahlen liegen weiterhin über dem Vorjahresniveau. Im Juli 2012 waren im Kreis Steinfurt 294 Menschen weniger (minus 4,5 Prozent) arbeitslos. Die Arbeitslosenquote liegt konstant bei 2,8 Prozent.

Die leicht positive Entwicklung bei den Arbeitslosenzahlen hat sich nicht auf die Zahl der Personen ausgewirkt, die auf finanzielle Unterstützungsleistungen nach dem SGB II angewiesen sind. Die Zahl der SGB II–Leistungsbezieher ist im Juli um 170 Personen bzw. 0,7 Prozent angestiegen. Verglichen mit dem Vorjahresmonat hat sich die Zahl um 450 Personen bzw. zwei Prozent erhöht.

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg ebenfalls leicht um 70 (plus 0,7 Prozent) und liegt aktuell bei 11.302. Damit liegt die Zahl deutlich über dem Niveau des Vorjahres (plus 309 bzw. 2,8 Prozent).

Mit 347 Personen nahmen im Monat Juli etwa gleich viele Personen eine neue Erwerbstätigkeit auf wie im Vormonat (plus vier Personen bzw. 1,2 Prozent). Im gleichen Monat des Vorjahres konnten noch 61 Personen mehr in ein neues Arbeitsverhältnis vermittelt werden.

Insbesondere die Berufsfelder des Handwerks und der Industrie haben derzeit nur eine geringe Personalnachfrage. Ursächlich hierfür ist zum einen die teilweise instabile Auftragslage. Zum anderen fehlt es auf dem Arbeitsmarkt jedoch auch an Fachkräften, die ausreichend qualifiziert sind, um eine Anstellung in den Handwerksbetrieben zu finden. In den Branchen Lager, Logistik, Handel und Dienstleistungen stehen nach wie vor Jobs zur Verfügung. Insbesondere Frauen profitieren von dieser Situation. Leider reichen die hier gezahlten Löhne jedoch teilweise nicht aus, um vollständig unabhängig von SGB II – Leistungen leben zu können.

In den kommenden Monaten sind vor allem für Berufsanfänger gute Einstellungsmöglichkeiten zu erwarten.