Landkreis Leer | Presseinformation

Landkreis untersagt Wohnen in Molkerei

Es liegt keine Genehmigung für Gebäude in Stapelmoor vor / Insbesondere Mängel beim Brandschutz

05. August 2013.

Nach dem Unglück mit Werksvertragsarbeitern der Meyer Werft erhielt der Landkreis Leer den Hinweis über eine Massenunterkunft in Stapelmoor. Bis zu 50 Personen sollten dort in der ehemaligen Molkerei untergebracht sein. 

Kreis-Mitarbeiter haben diese Unterkunft kürzlich kontrolliert und anschließend rechtlich geprüft. Es lagen keine menschenunwürdigen Wohnverhältnisse vor, inzwischen wurde aber ermittelt, dass die Wohnstätte eine ganze Reihe von Anforderungen nicht erfüllt. Anlass für die Kreisverwaltung, dem Eigentümer das dortige Wohnen insgesamt zu untersagen. 

Grundlegend wurde festgestellt, dass das Gebäude nur eine Genehmigung zur Nutzung als Schlachterei hat und daher nicht insgesamt als Wohnraum genutzt werden darf. Eine Genehmigung für den zwischenzeitlichen Umbau zu Mietwohnungen wurde nicht beantragt. 

Bei der Begehung wurde weiter festgestellt, dass sich in der alten Molkerei diverse Räume mit insgesamt 43 Betten befanden. Viele waren für den Aufenthalt ungeeignet: Zwei Schlafzimmer waren innen liegend und damit ohne Tageslicht. Der Brandschutz war an vielen Stellen nicht ausreichend. Elektrische Anlagen wiesen Mängel auf und Rettungswege fehlten. 

Insbesondere aufgrund der festgestellten Mängel im Brandschutz bestehe aus Sicht des Landkreises Leer eine Gefahr für Leben und Gesundheit der Bewohner und Besucher der Molkerei, so die Mitteilung der Behörde. 

Nach der Untersagung gehe der Landkreis Leer nach jetziger Einschätzung davon aus, dass es nicht zu weiteren Maßnahmen kommen werde. Der Eigentümer zeige sich bislang kooperativ und habe bereits dafür gesorgt, dass inzwischen weniger Personen im Gebäude wohnen.

Die Kreisverwaltung hat ihre Erkenntnisse der Meyer Werft mitgeteilt, die ebenfalls auf eine Verbesserung der Wohnverhältnisse drängt. Der Großteil der in der alten Molkerei lebenden Mieter arbeitet bei der Meyer Werft.


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