Gedenktafel für Dr. Elisabeth Schmitz
- Öffentliche Enthüllung am Dienstag, 24. September, 15.30 Uhr
Eine Gedenktafel am Geburts- und Wohnhaus von Dr. Elisabeth Schmitz wird am Dienstag, 24. September 2013, um 15.30 Uhr, in der Corniceliusstraße 16 in Hanau enthüllt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky wird die Enthüllung unter Beteiligung von Schüler/innen der Elisabeth-Schmitz-Schule mit der Hausgemeinschaft sowie Privatpersonen und Vertretern von Institutionen vornehmen, die sich seit Jahren für das Andenken an die „stille Hanauer Heldin“ engagieren.
Die Studienrätin für Geschichte, Religion und Deutsch (geb. am 23. August 1893) war eine entschiedene Gegnerin des NS-Regimes. Bereits 1935/36 verfasste sie in Berlin die Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“, in der sie die Vernichtung der Jüdinnen und Juden voraussah und die Bekennende Kirche zum Handeln aufrief. Nach den Novemberpogromen 1938 quittierte sie den Schuldienst und gewährte mehreren jüdischen Freundinnen und Freunden Zuflucht in ihrem Wandlitzer Wochenendhaus.
1943 kehrte Elisabeth Schmitz nach Hanau zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie bis 1958 als Oberstudienrätin am Realgymnasium für Mädchen, der heutigen Karl-Rehbein-Schule, tätig und engagierte sich im Hanauer Geschichtsverein. Sie verstarb am 10.9.1977. Im Jahr 2005 wurde ihr auf dem Hanauer Hauptfriedhof ein Ehrengrab gewidmet. Der Staat Israel zeichnete Dr. Schmitz 2011 posthum als „Gerechte unter den Völkern“ aus. Dr. Schmitz´ Geburtstag jährt sich dieses Jahr zum 120sten Mal.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
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Dr. Elisabeth Schmitz
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