Presseinformation

Nr. 388 Steinfurt, 01. Oktober 2013


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Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Kreis Steinfurt weiter rückläufig
Entwicklungen im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)

Kreis Steinfurt. Im Kreis Steinfurt hat die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im September den zweiten Monat in Folge abgenommen. Sie liegt jetzt bei 11.241. Gegenüber dem August wurden damit 45 Bedarfsgemeinschaften weniger gezählt (minus 0,4 Prozent). Im Vormonatsvergleich ist damit im September der stärkste Rückgang seit Jahresbeginn zu verzeichnen. Nach wie vor liegt die Zahl aber weiterhin deutlich über dem Niveau des Vorjahres (plus 389 bzw. plus 3,6 Prozent).

Die Zahl der Personen, die auf finanzielle Unterstützungsleistungen nach dem SGB II angewiesen sind, ist im September um 121 oder 0,5 Prozent auf 23.099 gesunken. Allerdings zeigt auch hier der Vorjahresvergleich eine negative Entwicklung (plus 589 oder plus 2,6 Prozent).

Die Arbeitslosenzahl (SGB II) hat sich gegenüber August um 383 oder 5,6 Prozent auf 7.234 Personen erhöht. Dieser Anstieg ist auf eine veränderte statistische Führung von Rentenantragsstellern zurückzuführen und betrifft daher nahezu ausschließlich den Personenkreis der 55-Jährigen und Älteren. Während die Arbeitslosigkeit aufgrund des statistischen Sondereffekts bei dieser Gruppe um 19,8 Prozent zunahm, sank die Arbeitslosenzahl bei den unter 25-Jährigen um 8,9 Prozent.

Der Arbeitsmarkt ist im zweiten Halbjahr deutlich aufnahmefähiger als in den ersten sechs Monaten des Jahres. Insgesamt konnten im September 338 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden und eine neue Beschäftigung aufnehmen. Gleichwohl sind dies 18 Integrationen weniger als im Vormonat und 29 weniger als im Vorjahr. Insbesondere die Industriebranche fragt verstärkt Arbeitskräfte nach. Auch wenn zurzeit eine Vielzahl der neuen Arbeitsverträge eine zeitliche Befristung hat, ist bei einem Anhalten der guten Auftragslage damit zu rechnen, dass ein Teil der befristeten Verträge in unbefristete Arbeitsverhältnisse umgewandelt wird. Für das vierte Quartal wird von einer weiterhin stabilen Arbeitsmarkentwicklung ausgegangen.