Pressemitteilung vom17. Dezember 2013
Hümmer Hute wird gepflegt – Hainbuchen müssen nachgeschnitten werden

Hofgeismar. Die Hainbuchen der Hümmer Hute werden wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. „In den letzten Jahren sind hier viele Gehölze nachgewachsen, so dass die besondere Qualität des Naturdenkmals kaum noch zu erkennen ist“, erläutert Rüdiger Germeroth von der Naturschutzbehörde des Landkreises Kassel. Die Hümmer Hute östlich des Hofgeismarer Stadtteils Hümme ist eines von 57 Flächen-Naturdenkmalen im Landkreis Kassel, um deren Betreuung sich die Naturschutzbehörde des Kreises kümmert.

Germeroth: „Wir haben eine umfangreiches Pflegekonzept erarbeitet für das jetzt im ersten Schritt die nachgewachsenen Gehölze entfernt werden“. Ziel ist es, die alten Schneitelbäume wieder sichtbar zu machen. „Schneitelbäume nennt man die Form der Hainbuchen, die durch ständiges nachschneiden, das sogenannte schneiteln, entstehen“, informiert Germeroth. Dazu werden einzelne Eichen und Birkengruppen sowie junge Hainbuchen erhalten bleiben, um so zusammen mit den alten Schneitelbäumen das Bild der Hümmer Hute in Zukunft zu prägen. Beabsichtigt ist in einem zweiten Schritt die jungen Hainbuchen so nachzuschneiden, dass sie sich auch zu Schneitelbäumen entwickeln. Um die Fläche langfristig von Busch- und Gehölzbewuchs freizuhalten, plant die Naturschutzbehörde eine Beweidung mit Schafen und Ziegen.

 

Hintergrund:

Das rund 4,3 Hektar große Flächen-Naturdenkmal Hümmer Hute wurde im Mittelalter mit Ziegen und Schafen beweidet. Zusätzlich wurden die Blätter der Bäume als Laubstreu und Viehfutter und die Äste als Brennholz genutzt.

Wegen seiner kulturhistorischen Bedeutung und den landschaftsprägenden Gehölzgruppen und alten Hutehainbuchen wurde das Gebiet als Naturdenkmal ausgewiesen.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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Auf dem Foto sieht man die ersten freigeschnittenen Schneitelhainbuchen und Sebastian Huke, Baumpfleger der Firma Menke, beim Baumfällen.


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Harald Kühlborn
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