Die durchschnittliche Kaltmiete der mehr als 1.100 Teilnehmer des Magdeburger Bürgerpanels beträgt 335 Euro. Diese Zahl und viele weitere interessante Daten und Fakten sind in der ersten Ergebnisdokumentation des Panels zu finden. Das Dokument ist im Internet unter www.magdeburg.de/buergerpanel kostenlos verfügbar.
„Mit der Veröffentlichung stellt das Amt für Statistik spannende Ergebnisse der 2012 gestarteten Befragungen vor“, so der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung Holger Platz. „Damit können die Auswirkungen des demografischen Wandels besser prognostiziert werden.“
Rund 75 Prozent der Befragten leben in einer Mietwohnung. Sie zahlen neben ihrer Miete monatlich rund 141 Euro Nebenkosten. Bei der Entscheidung für oder gegen einen Wohnstandort spielt nicht nur die Wahrnehmung der Stadtteile, sondern auch die Infrastruktur eine wesentliche Rolle. Dabei wurden von den Befragten insbesondere die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr als wichtige Standortkriterien genannt.
Die Resultate der ersten beiden Wellen des Bürgerpanels zeigen auch einen Trend bei der Beliebtheit zentraler oder zentrumsnaher Stadtgebiete. So belegen die Stadtteile Altstadt und Stadtfeld Ost die beiden vorderen Plätze bei den Antworten auf die Frage nach den für einen Umzug bevorzugten Gebieten.
Einige Ergebnisse zu verschiedenen Themen des Bürgerpanels hatte das Amt für Statistik bereits in seinen Statistischen Quartalsberichten aufgegriffen. Die jetzt veröffentlichte Zusammenstellung unter dem Titel „Magdeburger Bürgerpanel – Daten & Fakten“ umfasst die Ergebnisse der ersten beiden Befragungswellen und stellt die Daten vergleichend dar. Im Mittelpunkt stehen dabei der demografische Wandel und daraus resultierenden Veränderungen für das Leben der Magdeburgerinnen und Magdeburger. Die Ergebnisse werden nach Themenfeldern, zum Beispiel Stadtentwicklung, Energie und Verkehr, vorgestellt. Die Veröffentlichung richtet sich sowohl an Politik und Verwaltung als auch an interessierte Magdeburgerinnen und Magdeburger.
Das Magdeburger Bürgerpanel als langfristig angelegte Befragung zum demografischen Wandel wurde vom Amt für Statistik initiiert. „Die Ergebnisse werden bei den Planungen für die städtische Infrastruktur und damit für die Verbesserung der Lebensqualität berücksichtigt“, formuliert Holger Platz das Ziel. „Diese auf kommunaler Ebene bislang einmalige Erhebung ist freiwillig und wird vom Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt und der Investitionsbank Sachsen-Anhalt gefördert.“
Die Teilnehmer erhalten in regelmäßigen Abständen einem identischen Fragebogen. Die erste Befragungswelle war 2012. Inzwischen erfolgte bereits die vierte Befragungsrunde. Mit jeder zusätzlichen Befragung verbessert sich die Datengrundlage. Auf diese Weise können unter anderem Verhaltensänderungen untersucht werden.
„Mein Dank gilt allen bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bürgerpanels“, so der Beigeordnete „Weitere Magdeburgerinnen und Magdeburger sind herzlich willkommen, an den künftigen Befragungsrunden teilzunehmen. Je mehr Bürger sich an der Erhebung beteiligen, desto besser sind die Datengrundlagen für die Auswertung.“
Alle Informationen sind unter www.magdeburg.de/buergerpanel zu finden.