Pressemitteilung vom30. Januar 2014
16,5 Millionen Euro im Bereich Dorferneuerung, Regional-entwicklung und Wohnungsbauförderung investiert

Kreis Kassel. „2013 war erneut ein erfolgreiches Jahr für Dorferneuerung,  Regionalentwicklung und die Wohnungsbauförderung im Landkreis Kassel – es wurden mehr als 16,5 Millionen Euro an Investitionen angeschoben“, zieht Landrat Uwe Schmidt Bilanz der von dem Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises Kassel in Hofgeismar betreuten Fördermaßnahmen im zurückliegenden Jahr. Es sei wieder gelungen, alle bis zur Bewilligungsreife bearbeiteten Anträge auch zu fördern. Schmidt: „Die hohe Fördersumme und das Ausschöpfen der Fördertöpfe ist der guten Vorarbeit durch die Mitarbeiter des Servicezentrums zu verdanken“. So habe man am Ende des Jahres noch Projekte fördern können, in dem man auf von anderen Gebietskörperschaften in Hessen nicht genutzte Mittel zurückgreifen konnte. „Für das letzte Jahr einer LEADER-Periode sind die Fördersummen in diesem Bereich sensationell“, so Schmidt.

 

Der größte „Einzel-Fördertopf“ war 2013 erneut die Wohnungsbauförderung. Hier wurden 59 Projekte mit Darlehen und Zuschüssen in Höhe von rund 3,9 Millionen Euro gefördert. „Die Förderung hat ein Gesamtinvestitionsvolumen von über 12,8 Millionen Euro im Landkreis ermöglicht“, berichtet Landrat Schmidt. Im Jahr 2012 waren 53 Projekte mit einer Gesamtinvestitionssumme von knapp 11,2 Millionen Euro mit 3,5 Millionen Euro gefördert worden. Schmidt: „Hier macht sich die aktuelle Lage auf dem Wohnungsmarkt im ländlichen Raum bemerkbar – es wird wieder mehr investiert“. Die Mehrzahl der Förderungen erfolgte im Erwerb von Wohneigentum im Eigenheimbereich.

Die meisten der 41 genehmigten Wohneigentumsförderungen waren in Fuldatal mit fünf zu verzeichnen, gefolgt von Ahnatal, Espenau und Wolfhagen mit jeweils vier. 

 

Im vergangenen Jahr konnten durch den Landrat und das Servicezentrum Regionalentwicklung Förderbescheide für die Dorf- und Regionalentwicklung in Höhe von mehr als 1,2 Millionen Euro (2011: 1,8 Millionen Euro) übergeben werden. „Das ist erneut ein hessenweiter Spitzenwert“, informiert Schmidt.

  

Der Großteil des Geldes (417.840 Euro) floss 2013 in insgesamt 41 öffentliche Dorferneuerungsmaßnahmen in Stadt- und Ortsteilen im Kreis, 252.417 Euro gingen an 20 Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung, die von Privaten durchgeführt wurden. 527.453 Euro erhielten 13 Regionalentwicklungsprojekte von privaten und öffentlichen Trägern.

 

Außergewöhnlich sei, dass 2013 gerade im privaten Bereich eine Reihe von größeren Maßnahmen gefördert worden sind, erläutert Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung Hofgeismar. Beispielhaft nennt er den Um- und Ausbau der Musikschule chroma in Vellmar (Fördersumme 150.000 Euro). Bei den öffentlichen Maßnahmen rage die Öffnung des Carlsbahntunnels bei Trendelburg mit einer Fördersumme von 133.000 Euro heraus. Weitere Förderprojekte waren die Errichtung eines Bienenhauses im Tierpark Sababurg, die Errichtung einer Koordinierungsstelle im Servicecenter des psychosozialen Zentrums in Wolfhagen, die Einrichtung von zusätzlichen Gästezimmern im Haus Brandner in Trendelburg-Stammen und die Erweiterung des Märchenbauernhofs Weidelshof in Naumburg. Außerdem wurden die Errichtung des Premiumwanderwegs P11 Niester Riesen am Grimmsteig, die Errichtung eines Mehrgenerationenrast- und spielplatzes in Bad Emstal und eines Mehrgenerationen-Fitness-Parcours in Bad Karlshafen sowie drei weitere Ecopfade gefördert (Breuna, Baunatal und  Ahnatal). 

 

Landrat Schmidt: „Diese Beispiele zeigen die Bedeutung der geförderten Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung der Dörfer“. Es sei kein Zufall, dass besonders touristische Angebote eine wichtige Rolle spielen, da sich die Region „zunehmend auch als Tourismusregion definiert“.

 

Von besonderer Bedeutung für die Zielgenauigkeit der Förderung sei, dass alle Kommunen im Landkreis Kassel Mitglied im Regionalforum Region Kassel-Land e.V. sind, bekräftigt der Wolfhager Bürgermeister Reinhard Schaake, der auch Vorsitzender des Regionalforums ist. „Wir sind damit für die Antragstellung für die neue LEADER-Periode 2014-2020 gut aufgestellt und ich bin sehr zuversichtlich, dass das auch so bleibt“, so Schaake weiter.

 

„Mit den Förderzusagen in der Dorferneuerung und der Regionalentwicklung konnten im privaten und öffentlichen Bereich insgesamt Investitionen in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro realisiert werden“, freut sich Schmidt. Die von den Mitarbeitern des Servicezentrums in Hofgeismar betreuten Maßnahmen in öffentlicher und privater Trägerschaft hätten so dazu beigetragen, Arbeitsplätze und Beschäftigung in Handwerk und Gewerbe vor Ort zu sichern. In der Regel wurden die Aufträge von regionalen Handwerksfirmen ausgeführt. Gerade im privaten Bereich sei die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Förderprogramme am größten. Servicezentrumsleiter Nissen weist Interessenten darauf hin, am besten bis zum April eines jeden Jahres Anträge zu stellen, um so eine gute Chance für eine Bewilligung in 2014 zu haben.

 

Das Servicezentrum Regionalentwicklung in der Manteuffel-Anlage in Hofgeismar steuert zusammen mit dem Verein Region Kassel-Land e.V. in Wolfhagen die Projekte der Regionalentwicklung im Kreis und koordiniert die Dorferneuerung in den zurzeit 31 Stadt- und Ortsteilen im Landkreis Kassel, die am Dorferneuerungsprogramm teilnehmen. Sämtliche Förder- und Auszahlungsanträge werden dort bearbeitet sowie Entwicklungsprozesse im privaten und öffentlichen Bereich initiiert.

 

Ansprechpartner für alle Fragen rund um die genannten Förderprogramme ist das Servicezentrum Regionalentwicklung im Landkreis Kassel, Manteuffel-Anlage 5 in 34369 Hofgeismar (Tel.: 05671/8001-2413), E-Mail: peter-nissen@landkreiskassel.de.

Förderinteressierte im Bereich Wohnungsbauförderung sind bei Gabriela Vomund (Tel.: 05671/8001-2412), E-Mail: gabriela-vomund@landkreiskassel.de an der richtigen Stelle.

 

 

 

Weiterbildung der Naturparkführer wird gefördert

 

Für den Naturpark Habichtswald hatte Landrat Schmidt  eine Überraschung im Gepäck:Die Weiterbildung und Schulung der Naturparkführer des Naturparks Habichtswald wird mit 10.000 Euro gefördert. Eine entsprechende Förderzusage konnte Landrat Uwe Schmidt dem Geschäftsführer des Naturparks Jürgen Depenbrock übermitteln. „Mit der Förderung werden 22 Naturparkführer nach den Richtlinien des Bundesarbeitskreises für Bildungsstätten im Natur-und Umweltschutz ausgebildet“, informiert Landrat Schmidt. Gut ausgebildete Naturparkführer seien der Garant für eine erfolgreiche touristische Vermarktung des Habichtswaldes, ist sich Schmidt sicher.

 

Die rund 19.900 Euro teure Weiterbildungsmaßnahme dauert 70 Stunden und ist in drei Blöcke aufgeteilt. „Für uns ist es wichtig, dass die Naturparkführer regionales Wissen vermitteln können – deshalb findet die Schulung auch hier vor Ort statt“, betont Naturparkgeschäftsführer Depenbrock. Mit der neuen Ausbildung sollen auch neue Zielgruppen für den Naturpark gewonnen werden. Depenbrock: „Wir wollen Unternehmen und  Vereine stärker für den Naturpark begeistern und die Kooperation mit den gastronomischen Betrieben in der Region optimieren“.

 

Die Fördermittel stammen aus Fonds der Europäischen Union und des Landes Hessen zur Schulung Ehrenamtlicher zur Verbesserung der regionalen Wertschöpfung und Lebensqualität.

 

 

Hintergrund:

Aktuell nehmen folgende Ortsteile im Landkreis Kassel am Dorfentwicklungspro-gramm teil:

-           Bad Emstal-Balhorn (bis 2018)

-           Calden-Ehrsten (bis 2015)

-           Fuldatal-Simmershausen (bis 2016)

-           Grebenstein-Burguffeln (bis 2017)

-           Helsa mit allen Ortsteilen und Nieste (bis 2021)

-           Liebenau mit allen acht Stadtteilen (bis 2022)

-           Naumburg Kernstadt und Altendorf (bis 2018)

-           Söhrewald-Wellerode (bis 2017)

-           Trendelburg mit allen acht Stadtteilen (bis 2020)

-           Wolfhagen mit den Stadtteilen Gasterfeld (bis 2014)
          und Wenigenhasungen (bis 2016)

-           Zierenberg-Burghasungen (bis 2014).



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Reinhard Schaake, Landrat Uwe Schmidt, Naturparkgeschäftsführer Jürgen Depenbrock, Naturparkführer Otto Hartmann und Peter Nissen, Leiter Servicezentrum Regionalentwicklung.


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Harald Kühlborn
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