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Hanau, 07. Februar 2014
Schwanenbrunnen erstrahlt an neuem Standort
Vorbereitende Arbeiten im Schlossgarten-Weiher beginnen

Die wenig winterliche Witterung macht es möglich: am Montag beginnen die vorbereitenden Arbeit am künftigen Standort der Bronzeskulptur „6 Schwäne und ihre Schwester“, die künftig im Schlossgarten-Weiher ihren Platz finden soll. Damit wird ein weiteres Projekt aus der Planung „Kunst und Kultur im öffentlichen Raum“ realisiert.

Der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) plant, zunächst den Weiher trocken zu legen. Hierzu wird das Wasser abgelassen und parallel die eventuell vorhandenen Fische abgefischt. Über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen lässt man den Schlamm und Morast, der sich am Weihergrund abgesetzt hat, austrocknen. Mittels eines Saugbaggers wird dann der Morast abgesaugt und in Containern abtransportiert. Anschließend kann das Fundament in der Mitte des Teiches hergestellt werden, das den endgültigen Standort für die Schwanen-Skulptur markiert. Nach dem die Bronzefiguren darauf montiert sind, wird der Zufluss zum Teich geöffnet, so dass zu Ostern das Kunstensemble an seinem künftigen Platz wieder in neuem Glanz erstrahlen kann.

Die Bronzeskulptur geht auf einen Entwurf des renommierten Bildhauers Albrecht Glenz zurück. Glenz, der auch Lehrer an der Hanauer Zeichenakademie war und 1982 mit der August-Gaul-Plakette ausgezeichnet wurde, greift mit seinem Kunstwerk das bekannte Grimm-Märchen „Die sechs Schwäne“ auf, das bereits 1812 in der Erstausgabe der Kinder- und Hausmärchen zu finden war. Die märchenhafte Bronzegruppe war 1983 anlässlich der Neugestaltung der Fußgängerzone Hammerstraße / Sternstraße  aufgebaut worden. Finanziert durch die frühere Stadtsparkasse und Landesleihbank Hanau, wurden die Figuren in der Glocken- und Kunstgießerei Gebrüder Rincker in Sinn nach dem Entwurf von Glenz gegossen. Das Unternehmen, das damals die Skulpturen jedoch nicht nur hergestellt, sondern auch fachgerecht aufgebaut hatte, sorgte nun ebenfalls für die sorgsame Demontage.

Vor rund drei Jahren musste die Darstellung der Schwester auf dem Scheiterhaufen, die ihre sechs in Schwäne verwandelten Brüder erlösen will, schließlich ihren ursprünglichen Platz vor dem mittlerweile abgerissenen Karstadt-Gebäude sowie in der Hammerstraße räumen. Fachgerecht demontiert, waren die Kunstwerke seither im Bauhof eingelagert und wurden letztes Jahr von Firma Rincker von Grund auf restauriert.

In einem Gespräch mit der Tochter des 1990 verstorbenen Bildhauers, Susanne Voss, hatte Oberbürgermeister Claus Kaminsky bereits 2012 die Zustimmung der Familie für den neuen Standort eingeholt. Die in Hanau-Steinheim lebende Gold- und Silberschmiedin erklärte, dass der Platz im Schlossgarten-Weiher auch ganz im Sinne ihres Vaters gewesen wäre. Glenz hatte sich nach ihren Worten von Beginn an gewünscht, dass die Schwäne in einem Wasserbereich „einfliegen“ sollten. Auch OB Kaminsky hält den neuen Standort für ideal, um das Ensemble zu präsentieren. „Die Schwanengruppe im Weiher und die Figur der Schwester an der Plattform am Ufer machen die gesamte Parkanlage um eine Attraktion reicher.“



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929




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Foto: Stadt Hanau


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