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Hanau, 18. Februar 2014
Weiterer Eckpfeiler der Konversionsentwicklung in Hanau
- Magistrat stimmt Bebauungsplan für ehemalige Old Argonner Kaserne zu

Dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Nr. 33 Lehrhöfer Heide“ hat der Magistrat der Stadt Hanau zugestimmt. Damit setzte der Magistrat einen weiterer Eckpfeiler in der Konversionsentwicklung der Stadt. Die Stadtverordnetenversammlung wird über dem B-Plan am 10. März abschließend entscheiden. Mit der Entscheidung wird das 17,3 Hektar große Gelände der ehemaligen Old Argonner-Kaserne in Wolfgang für die kommenden acht Jahre zum Sanierungsgebiet erklärt.

Die Beschlussvorlage weist die ehemalige Old Argonner Kaserne (Lehrhöfer Heide) im Stadtteil Wolfgang überwiegend als allgemeines Wohngebiet aus, das durch ein kleines Misch- und Gewerbegebiet ergänzt wird. „Der Fokus aufs Wohnen entspricht dem Wunsch des Vorhabenträgers Lehrhöfer Park GmbH und den städtebaulichen Zielen der Stadt. Auch in der Zeit der US-Armee wurden die Flächen bereits zum Wohnen genutzt“, erläutert Oberbürgermeister Kaminsky. Auf dem ehemaligen Kasernengelände im Stadtteil Wolfgang soll in den kommenden Jahren das Wohngebiet "Lehrhöfer Park" mit mindestens 280 Wohneinheiten entstehen. Dafür werden die bestehenden Wohngebäude saniert und der parkähnliche Charakter des Areals weitestgehend erhalten. Im südwestlichen Bereich des Geländes sollen darüber hinaus die planungsrechtlichen Voraussetzungen für Neubauflächen geschaffen werden. Hier könnten ein Senioren- und Pflegeheim und ein kleines Gewerbegebiet entstehen.

"Im Lehrhöfer Park wird neuer Wohnraum für rund 800 bis 1000 Menschen entstehen. Es wird Wohnangebote für breite Bevölkerungsschichten - Familien mit Kindern, Paare, Singles, Alleinerziehende und Senioren geben." In Zeiten der extremen Wohnungsknappheit im Ballungsraum Frankfurt-Rhein-Main seien das nicht nur gute Nachrichten für Hanau, sondern für die ganze Region, so der OB. "Im Rahmen der Konversion und des Stadtumbaus schaffen wir in Hanau unermüdlich neue Angebote für alle Bevölkerungsschichten.“ Die Tatsache, dass die Bevölkerungszahl in der Brüder-Grimm-Stadt seit Januar 2010 um mehr als 4000 Menschen angewachsen sei, beweise, dass man den richtigen Weg beschreite.

Mit Hilfe der Sanierungssatzung, die in der Vergangenheit ebenfalls für die New Argonner- und die Hutier-Kaserne beschossen wurde, sollen städtebauliche Missstände auf der durch militärische Nutzung geprägten Liegenschaft mit ihren Gebäuden und Freiflächen beseitigt werden. „Das Ziel ist es, die zielgerichtete Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen in städtebaulicher, baulicher und funktionaler Hinsicht unter Berücksichtigung der besonderen denkmalpflegerischen Belange zu fördern“, erläuterte Kaminsky.

Um Beurteilungsunterlagen über die Notwendigkeit einer städtebaulichen Sanierung der ehemaligen "Old Argonner-Kaserne" zu erhalten, hatte die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hanau im Dezember 2008 die Einleitung vorbereitender Untersuchungen für alle US-Kasernenareale beschlossen. Diese zeigen, dass das Gebiet mit seiner vorhandenen Bebauung und seiner sonstigen Beschaffenheit den allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse nur teilweise entspricht und die ihm im Rahmen einer geordneten städtebaulichen Entwicklung zugewiesenen Aufgaben eines attraktiven Wohngebiets in seiner jetzigen Ausgestaltung nicht erfüllen kann. Mit einer Sanierungssatzung, die das Gelände förmlich zum "Sanierungsgebiet" erklärt, will die Stadt Hanau die Basis dafür schaffen, dass bestehende strukturelle und funktionale Mängel beseitigt werden. Für diesen Nutzen, den die Gemeinschaft aus solchen oft kostspieligen Sanierungen zieht, sieht die Festlegung eines Sanierungsgebietes steuerliche Vorteile für den Besitzer vor, der die Kosten steuermindernd verrechnen darf.

„Mit dem sanierungsrechtlichen Instrumentarium stellen wir sicher, dass das Sanierungsgebiet der Old Argonner Kaserne mit ihren denkmalgeschützten Teilbereichen in absehbarer Zeit einen wichtigen Beitrag zur weiteren städtebaulichen und wirtschaftlichen Aufwertung des Stadtteils Wolfgang leisten kann“, erläutert der OB. Die vorgeschlagene Frist zur Durchführung der Sanierung betrage acht Jahre und entspreche dem Zeitraum, zu dem sich die Lehrhöfer Park GmbH zur Durchführung des Vorhabens im Durchführungsvertrag verpflichtet hat.

Die Maiberg Wohnbau GmbH aus Nürnberg, die für das Projekt in Hanau eigens die Lehrhöfer Park GmbH gegründet hat, investiert voraussichtlich 80 Millionen Euro in das neue Wohngebiet im Stadtteil Wolfgang. Baubeginn ist im Frühjahr 2014.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664




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