Hanau ist unter zehn großen Städten Hessens Spitzenreiter in der Grünflächen-Pflege
Lob vom Landesrechnungshof
„Hanaus Grünflächen sind spitze!“, freut sich Stadtrat Andreas Kowol. Denn Hanau hat die am besten gepflegten Grünflächen unter zehn großen Städten Hessens. Das hat der Landesrechnungshof der Brüder-Grimm-Stadt in einer vergleichenden Prüfung bescheinigt, mit der er den TÜV Hessen beauftragt hatte. Stadtrat Kowol nimmt den ausführlichen Prüfbericht zum Anlass dem Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) ein „dickes Lob für die hervorragende Arbeit auf unseren Grünflächen“ auszusprechen.
86 Prozent der Grünflächen sind dem Prüfbericht zufolge in einem positiven Pflegezustand. Mit diesem Wert liegt Hanau deutlich über dem Mittelwert von 75,5 Prozent der verglichenen Städte Frankfurt, Kassel, Darmstadt, Offenbach, Gießen, Marburg, Rüsselheim, Wetzlar und Fulda. Er weist nach Aussage der TÜV-Experten „auf eine überdurchschnittliche Qualität der Organisation und Durchführung der Pflege“ hin.
Die Prüfer stellen heraus, dass „der hohe Anteil an dekorativen Elementen in der Grünflächengestaltung“ sich positiv aus Hanaus Stadtbild auswirke. Das wiederum unterstütze die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Stadt.
„Diese Standortqualitäten sollten wir stärker herausstellen, als wir es bisher getan haben“, findet Gründezernent Kowol. Die Landesgartenschau 2002 habe der Stadtentwicklung „einen wichtigen Schub verliehen“, dazu habe die Grünflächengestaltung „eine Menge beigetragen“. Dieses „ästhetische Erbe“ pflege die Brüder-Grimm-Stadt vorbildlich, wie der Landesrechnungshof ihr in seiner vergleichenden Prüfung attestiere.
Zu den „Charakteristika im Straßenbild Hanaus“ gehören für die TÜV-Prüfer die blütenreichen Banketten, die das damalige Grünflächenamt in den 1990er Jahren auszubauen begann. Damit punktete die Brüder-Grimm-Stadt auch beim bundesweiten Stadtgestaltungswettbewerb „Entente Florale“ und errang 2004 und 2010 Goldmedaillen.
Die in die Prüfung einbezogenen kommunalen Grünflächen der Stadt Hanau umfassen 378 Hektar. – Das entspricht 4,9 Prozent der Gesamtfläche, die wiederum allein zu 39 Prozent von Wald bedeckt ist. – Der Schwerpunkt der Grünflächen liegt mit 30 Prozent bei den Grünflächen und Parks – zum Vergleich: der Mittelwert unter den zehn großen hessischen Städten liegt hier bei 35 Prozent. Spiel- und Sportplätze haben in Hanau einen Anteil von 20 Prozent – das wiederum übersteigt den Mittelwert von 13 Prozent. Auch beim Straßengrün, in Hanau mit 19-prozentigem Anteil an allen Grünflächen, wird der Median von 14 Prozent übertroffen. Elf Prozent Biotopflächen bedeuten zwei Prozent mehr als der Median in dieser Kategorie.
917 Euro pro Hektar wendete die Stadt Hanau von 2008 bis 2011 auf; der Mittelwert der zehn großen hessischen Städte beträgt 773 Euro. „Das zeigt, was uns die Pflege unserer Grünflächen wert ist“, erläutert Kowol. Wenn zugleich jeder städtische Mitarbeiter rechnerisch 4,7 Hektar Grünfläche zu pflegen habe, dann zeuge der hessische Median von 4,6 Hektar davon, dass „Hanau ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Personalaufwand und Pflegenutzen aufweist“.
Einer Empfehlung des Landesrechnungshofs vermag der Gründezernent indes nicht zu folgen: ein datenbankgeschütztes Informationssystem für Grünflächen- und Baumpflege sieht er als „unverhältnismäßig teuer“ an Einige 10.000 Euro wären für Kataster-Software und Bestandsaufnahme nötig, und die Folgekosten für die Pflege des Informationssystems seien beträchtlich. Seine Devise: „Das knappe Geld geben wir lieber für neu zu pflanzende Bäume in Hanau aus.“
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
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Philippsruhe
Vorzeige-Grünflächen gibt es in Hanau nicht nur am Schloss Philippsruhe.
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