Ottostadt Magdeburg.
Manchmal gibt es die richtige Entscheidung einfach nicht. Man hat nur die Wahl zwischen zwei falschen.
Im Herbst des letzten Jahres erschien Monika Marons jüngster Roman „Zwischenspiel“ mit dem sie am Donnerstag, dem 13. März, um 19.00 Uhr im Literaturhaus Magdeburg zu Gast sein wird. Schon in ihren letzten Roman „Endmoränen“ und „Ach Glück“ ließ Monika Maron ihre Protagonisten Lebenswege hinterfragen. Nach Johanna und Achim begegnen wir nun der Kunstwissenschaftlerin Ruth, die am Tag, an dem ihre Freundin Olga beerdigt wird plötzlich merkt, wie sich ihre Wahrnehmung verändert – Buchstaben verschwimmen vor ihren Augen, eine Wolke zieht rückwärts, sie verfährt sich auf dem Weg zum Friedhof und gelangt in einen Park, in dem ihr Tote und Lebende erscheinen. Ein Selbstgespräch in Szenen und Bildern, in dem Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen, beginnt und so begegnet Ruth noch einmal alten, längst verstorbenen Freunden, dem Ehepaar Honecker und einem scheinbar herrenlosen Hund. Gibt es ein Leben ohne Schuld? Wäre ein anderer Weg möglich gewesen? Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen gelingt Monika Maron mit großer Leichtigkeit, Humor und Phantasie.
Monika Maron, 1941 in Berlin geboren und wuchs in der DDR auf. Im Jahr 1988 siedelte sie in die Bundesrepublik über und lebt seit 1993 wieder in Berlin. Die Autorin veröffentlichte u. a. die Romane Die Überläuferin, Animal triste, Pawels Briefe. Eine Familiengeschichte und Ach Glück, außerdem einige Essaybände. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kleist-Preis (1992) und dem Deutschen Nationalpreis (2009).
Auskünfte/Voranmeldungen unter Tel.: (0391) 4044995.
Eintritt: VVK 10.00 €
AK 12.00 €