Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 09. April 2014

„Sächsisch-magdeburgisches Recht in Ungarn und Rumänien“

Buchpräsentation

Jüngst haben Katalin Gönczi und Wieland Carls unter dem Titel „Sächsisch-magdeburgisches Recht in Ungarn und Rumänien. Autonomie und Rechtstransfer im Donau- und Karpatenraum“ den dritten Band der Reihe „Ivs saxonico-maidebvrgense in oriente“ veröffentlicht. Entstanden ist das Buch im Rahmen des Akademievorhabens „Das sächsisch-magdeburgische Recht als kulturelles Bindeglied zwischen den Rechtsordnungen Ost- und Mitteleuropas“ der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, das auch in Magdeburg eine Arbeitsstelle hat.

 

Viele Jahrhunderte lang prägten der Sachsenspiegel und das Magdeburger Recht die Rechtskulturen Mittel- und Osteuropas. Katalin Gönczi und Wieland Carls untersuchen erstmals umfassend den Transfer dieses Rechts in den Donau- und Karpatenraum zusammen mit den mittelalterlichen Stadtrechtsverbindungen und dem Landesausbau. Sie machen deutlich, wie das sächsisch-magdeburgische Recht die historischen Landschaften Ungarns und Rumäniens beeinflusst hat.

 

Am 14. April präsentieren der Projektleiter Univ.-Prof. Dr. iur. Heiner Lück und die Autoren den aktuellen Band in Magdeburg. Beginn ist um 18.00 Uhr im Franckesaal des Alten Rathauses Magdeburg.

 

Programm

Begrüßung

Dr. Maren Ballerstedt (Magdeburg), Leiterin des Stadtarchivs Magdeburg

 

Grußwort

Dr. Rüdiger Koch (Magdeburg), Bürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg und Beigeordneter für Kultur, Schule und Sport

 

Buchpräsentation

Univ.-Prof. Dr. iur. Heiner Lück (Halle-Wittenberg), Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Dr. Katalin Gönczi (Magdeburg), Projektmitarbeiterin

Dr. Wieland Carls (Leipzig), Arbeitsstellenleiter

 

 

Hintergrundinformationen

 

Bibliografische Angaben und Informationen zur Reihe

Sächsisch-magdeburgisches Recht in Ungarn und Rumänien. Autonomie und Rechtstransfer im Donau- und Karpatenraum. Von Katalin Gönczi und Wieland Carls unter Mitarbeit von Inge Bily. De Gruyter, Berlin/Boston 2013 (IVS SAXONICO-MAIDEBVRGENSE IN ORIENTE, 3), VIII + 224 Seiten, 1 Faltkarte, Festeinband, 99,95 €, ISBN 978-3-11-029876-5.
 

Die Reihe „Ivs saxonico-maidebvrgense in oriente“ versammelt vornehmlich die Arbeitsergebnisse des Akademievorhabens „Das sächsisch-magdeburgische Recht als kulturelles Bindeglied zwischen den Rechtsordnungen Ost- und Mitteleuropas“. Neben diesen handbuchartigen Publikationen zu den Untersuchungsgebieten (u.a. Polen, Ungarn/Rumänien, Tschechien/Slowakei, Baltikum, Ukraine, Weißrussland) finden hier Studien zu Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Transfer sächsisch-magdeburgischen Rechts in Ostmitteleuropa ihren Platz. Bereits erschienen sind neben dem aktuellen Band: Ernst Eichler und Heiner Lück (Hg.): Rechts- und Sprachtransfer in Mittel- und Osteuropa. Sachsenspiegel und Magdeburger Recht. Internationale und interdisziplinäre Konferenz in Leipzig vom 31. Oktober bis 2. November 2003. Redaktion: Wieland Carls. Berlin: De Gruyter 2008. VIII + 332 Seiten (= IVS SAXONICO-MAIDEBVRGENSE IN ORIENTE, Bd. 1).

 

Inge Bily, Wieland Carls und Katalin Gönczi: Sächsisch-magdeburgisches Recht in Polen. Untersuchungen zur Geschichte des Rechts und seiner Sprache. Berlin: De Gruyter 2011. VIII + 481 Seiten, 2 Kartenbeilagen (= IVS SAXONICO-MAIDEBVRGENSE IN ORIENTE, Bd. 2).

 

Akademie-Projekt: Das sächsisch-magdeburgische Recht als kulturelles Bindeglied zwischen den Rechtsordnungen Ost- und Mitteleuropas

Der Sachsenspiegel Eikes von Repgow (um 1225) und das berühmte Stadtrecht von Magdeburg bilden neben dem römischen und kanonischen Recht gemeinsame Grundlagen mittel- und osteuropäischer Rechtsordnungen.

 

Zeitgleich mit dem EU-Beitritt mehrerer osteuropäischer Länder im Jahr 2004 nahm dieses kulturgeschichtlich wie interdisziplinär angelegte Akademievorhaben seine Arbeit auf. Es ist der Verbreitung des Sachsenspiegels und des Magdeburger Stadtrechts in den Ländern Osteuropas (Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Weißrussland) unter Berücksichtigung der rechtlichen und sprachlichen Prozesse gewidmet. Unter Einbeziehung der laufenden einschlägigen Forschungen in den genannten Ländern wird im Ergebnis die Rezeption des sächsisch-magdeburgischen Rechts in Osteuropa in handbuchartigen Publikationen dargestellt und rechts- sowie sprachgeschichtlich untersucht. Neben seiner wissenschaftlichen Ausrichtung will das Vorhaben einen Beitrag zur Hervorhebung kulturgeschichtlicher Gemeinsamkeiten in einem modernen Europa leisten.


 

Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Seit ihrer Gründung als Königlich Sächsischer Gesellschaft der Wissenschaften im Jahr 1846 sieht sich die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig der Tradition des von Leibniz geprägten Akademiegedankens verpflichtet, als Gelehrtengesellschaft führende Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen zum regelmäßigen Diskurs zusammenzubringen und darüber hinaus im Einzugsgebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen langfristige Forschung zu betreiben.

 

Derzeit betreibt die Akademie über 20 Vorhaben, viele davon in enger Kooperation mit Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

 

So wird mit der Erarbeitung von wissenschaftlichen Handwörterbüchern wie des Althochdeutschen Wörterbuchs eine große sprachwissenschaftliche Tradition fortgesetzt. Bedeutende Editionsprojekte wie die Leipziger Mendelssohn-Gesamtausgabe, das Bach-Repertorium, der Schumann- und Gottsched-Briefwechsel sowie die Edition der Sachsenspiegelglossen bilden ebenso Schwerpunkte wie die Geschichte, Landeskunde und Forschung zur Wissenschafts- und Kulturgeschichte, z. B. das interakademische Projekt „Klöster im Hochmittelalter“ oder die „Enzyklopädie jüdischer Kulturen“. Auch die Gewässerqualität von Stauseen wird mit einzigartigen Langfrist-Messreihen an der Akademie untersucht.

 

Die Sächsische Akademie der Wissenschaften ist Mitglied der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Diese koordiniert das Akademienprogramm – eines der größten geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland.




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Stadt Magdeburg
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