Kreis Unna - Presse und Kommunikation

29. April 2014

Jahresbilanz 2013

282 Menschen eingebürgert

Kreis Unna. (PK) Das Interesse an der deutschen Staatsbürgerschaft bleibt groß. 2013 wurden im Kreis Unna 282 Menschen eingebürgert. Das zeigt ein Blick in die Statistik der Ausländerbehörde des Kreises.

 

Gegenüber 2012 (303 Einbürgerungen) ist die Zahl der Menschen, die ihre Einbürgerungsurkunden im Kreis (ohne Lünen und Unna) ausgehändigt bekamen, zwar geringfügig gesunken. Sie liegt aber mit 282 noch immer deutlich über den Einbürgerungen der Vorjahre (2011: 248, 2010: 257, 2009: 224). „Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und ein Zeichen für gelebte Völkerverständigung und Integration“, sagt Rüdiger Sparbrod, Dezernent für Ordnung und Soziales des Kreises.

 

Die Neubürger wählten Bergkamen (86), Kamen (57), Schwerte (50), Bönen (29), Selm (21), Werne (15), Fröndenberg (14) und Holzwickede (10) zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt.

 

Der mit 146 Personen weitaus größte Teil der neuen deutschen Staatsbürger wechselte von der türkischen in die deutsche Staatsbürgerschaft. Mit großem Abstand folgten Menschen aus Polen (20), Marokko (8), der Ukraine (7), Kroatien und Kasachstan (jeweils 6), Syrien, Ghana, dem Vietnam und dem Libanon (jeweils 5). Die weiteren Neubürger stammen unter anderem ursprünglich aus Italien, Griechenland, Rumänien, Russland, Mazedonien und dem Kosovo.

 

Die deutsche Staatsangehörigkeit bleibt für viele weitere Menschen erklärtes Ziel. Allein im vergangenen Jahr gingen 259 neue Einbürgerungsanträge beim Kreis ein. Dass die Zahl gegenüber 2011 (294) deutlich gesunken ist, führen die Mitarbeiter der Ausländerbehörde auf die bundespolitische Diskussion über die doppelte Staatsangehörigkeit zurück.

 

Im Koalitionsvertrag ist geregelt, dass für in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern in Zukunft die Optionspflicht entfällt. Viele ausländische Mitbürger haben daraufhin nach Einschätzung der Ausländerbehörde noch keinen Einbürgerungsantrag gestellt, sondern wollen erstmal abwarten. Das entsprechende Gesetz soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden.




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